Niedersachsen bleibt Top-Windenergieerzeuger

Niedersachsen bleibt Deutschlands wichtigster Windenergieerzeuger. Nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes liefert ein Viertel der gesamten in Deutschland erzeugten Leistung ein niedersächsisches Windrad. Statistiken des Bundesverbandes Windenergie beziffern die Gesamtleistung der Ende 2012 betriebenen Windräder in Deutschland auf mehr als 31.000 MW, davon stammten 7.330 MW aus Niedersachsen. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden im vergangenen Jahr 152 beziehungsweise 128 neue Windanlagen errichtet, daraus wird eine Leistung von jeweils mehr als 300 MW erwartet. Die süddeutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz und Bayern holen im Zubau bei Windenergie etwas auf, Baden-Württemberg als großes Verbrauchszentrum dagegen bleibt Schlusslicht.
Beim Zubau neuer Windenergieleistung spielt heute das Repowering, der Ersatz älterer Anlagen durch leistungsfähigere, eine große Rolle. Deutschland ist auch im EU-Vergleich bei der Erzeugung von Windenergie in einer Spitzenposition mit einem deutlichen Abstand zu Spanien und Frankreich auf den Folgeplätzen.
Windenergieanlagen werden häufig als ein zusätzliches Standbein auf landwirtschaftlichen Höfen mit errichtet und betrieben. Das Landvolk Niedersachsen empfiehlt den Landwirten, sich hier eigenverantwortlich mit einzubringen und diese nicht in die Hand von Investoren abzugeben. Das finanzielle Risiko kann über Betreibergesellschaften auf mehrere Schultern verteilt werden. Nachholbedarf gibt es beim Ausbau der entsprechenden Stromnetze. Hier fordern die Landwirte als betroffene Eigentümer der Flächen, die von Stromleitungen durchschnitten werden, auf neue Entschädigungsregelungen, die sich am Muster einer jährlichen Pachtzahlung orientieren.