Niederschläge haben den Zuckerrüben gut getan

Seesen (LDP). Die Zuckerrüben haben die Witterungsturbulenzen des Jahres bislang sehr gut überstanden. Wie die Nordzucker auf Nachfrage des Landvolk-Pressedienstes mitteilte, haben sowohl das warme Frühjahr als auch der Regen den Pflanzen gut getan, sodass die Landwirte mit einer großen Ernte rechnen. Sollten die Bedingungen es erlauben, könnte der Kampagnenbeginn gegenüber dem Vorjahr sogar um eine Woche auf den 5. September vorverlegt werden. Einen Überblick über die Erträge und den Zuckergehalt der süßen Früchte können allerdings erst die Proberodungen geben, die im August stattfinden. Bis zur Ernte benötigen die Rüben jetzt noch einiges an Sonnenstrahlen und Wärme, um möglichst viel Zucker einzulagern.
Die niedersächsischen Landwirte haben in diesem Jahr erneut auf mehr als 100.000 Hektar Zuckerrüben angebaut, ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Steigerung der Anbaufläche resultiert aus einer regen Nachfrage nach Industriezucker, der zum Teil in der Pharmazie verwendet, zum Teil aber auch exportiert werden darf. Rübenanbauer, die diese Möglichkeit für 2012 noch ausweiten möchten, können ab dem 22. Juli um 10 Uhr noch einjährige Industrierübenverträge zeichnen. An dem elektronischen Bieterverfahren können allerdings nur die Rübenanbauer teilnehmen, die bereits einen fünfjährigen Industrierübenvertrag (2011-2015) gezeichnet haben. Nach Angaben des Dachverbands Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. erfolgt die Zuteilung der Vertragsmengen im Windhundverfahren. Die Zeichnungsfrist endet spätestens am 31. Juli 2011. Weitere Informationen findet man auf der Internetseite des DNZ unter www.dnz.de.
Um die „Perspektiven der Agrarpolitik“ geht es am 31. August beim diesjährigen Verbandstag des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. in Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt). Neben der Ansprache des Verbandsvorsitzenden Gerhard Borchert und dem Rückblick auf das Verbandsjahr 2010/11 durch Geschäftsführer Dr. Heinrich-Hubertus Helmke wird der Minister für Landwirtschaft und Umwelt in Sachsen-Anhalt, Dr. Hermann Onko Aeikens, den Gastvortrag halten.