Niklas Martin für besondere Leistung geehrt

Niklas Martin. (Foto: bo)
Seesen / Salzgitter (wf). Auch beim 23. Hallenturnier des TSV Salzgitter konnten die Seesener Bogenschützen einen guten Eindruck hinterlassen. Niklas Martin siegte mit 427 Ring in der C-Schülerklasse und bekam obendrein einen Ehrenpokal der Stadt Salzgitter überreicht. Argumente für diese Ehrung des Grundschülers der Seesener Jahnschule waren einerseits die gute Leistung, aber auch oder vor allem sein diszipliniertes Verhalten während des Wettkampfs. Das Ganze kommt übrigens nicht von ungefähr. Trainer Jürgen Salewski trainiert seine Schützlinge auf Schießstiel und Kondition und schreibt dabei den Spaßfaktor ganz groß. Taktische Spielchen an Scheibe oder gar Schießlinie zum Mürbemachen der Gegner sind nie ein Thema gewesen.
Mit Spaß zum Erfolg ging es auch weiter. Vanessa Martin erreichte unter den B-Schülern weiblich Rang 2 mit Wettkampfbestleistung von 459 Ring. Die Umgewöhnung aufs neue Bogenmaterial kann als erfolgreich abgeschlossen angesehen werden. Ebenso mit Bestleistung absolvierte Ludwig Zimmer den Wettkampf in der Alterklasse Recurve und ließ mit 565 Ring alle Gegner hinter sich. Bärbel Thamhayn erreichte in der Damen-Alterklasse mit 467 Ring Rang 5 und äußerte sich zufrieden zum Ergebnis, nicht zuletzt weil sie diesmal schnell und sicher in den Wettkampf fand.
Eine weitere Bestleistung konnte Hagen Leopold für sich verzeichnen. Mit seinem Recurvebogen und optimierten Pfeilen schoss der A-Schüler aus Greene 374 Ring und wurde für seinen Trainingsfleiß mit Rang 3 nebst Pokal belohnt. Jan Brennecke belegte mit soliden 484 Ring Platz 2 in der Jugendklasse Recurve. Der Wahlseesener aus Groß Döhren zeigte bereits während der gesamten Saison eine konstant gute Leistung.
Michael Martin nutzte das Turnier als Aufbautraining nach einer Muskulatur-OP. Seine 410 Ring waren den Umständen entsprechend zu erwarten, dass die eher mäßige Ringzahl noch für Platz 4 reichen sollte hatte einen anderen Hintergrund: Das Turnier beim TSV Salzgitter gehörte seinerzeit zu einem Hallenchampionat, war also eine von mehreren Stationen quer durch Niedersachsen und lockte damit auch die Elite aus anderen Bundesländern an. Seit 2011 ist es nur noch ein Turnier von vielen, weil nach Ausfall eines Wettkampforts im Süden des Landes erst eine andere Austragungsstadt mit entsprechender Sporthalle gefunden werden muss, um das hochklassige Championat wieder aufleben zu lassen. Dass die Unionsschützen hier vor Ort eine Lösung anbieten können, ist eher unwahrscheinlich, da zeitgleich rund 100 Schützen Platz finden müssen.