Notruf: Pflegekräfte fordern mehr Personal

Mitarbeiter der Asklepios Kliniken Schidautal beteiligten sich am Mittwoch dieser Wocheam ver.di.-Aufruf für mehr Pflegepersonal.

Asklepios-Mitarbeiter beteiligen sich an „Hilfefruf“ der Gewerkschaft ver.di

„162.000 Pflegekräfte – Jetzt!“ Diesem „Notruf“ des Krankenhauspersonals an der Berliner Charité folgten jetzt auch Beschäftigte der Asklepios Kliniken Schildautal in Seesen. Den Streikenden an der Charité geht es nach eigenen Angaben nicht um mehr Geld, sondern um mehr Personal auf den Stationen. Ein Pflegeteam hatte bereits im März 2014 an ihre Vorgesetzten einen Brief geschrieben: Eine Pflegekraft versorge tagsüber zwölf Patienten und nachts sogar 22. Da bleibe die Patientenversorgung auf der Strecke. „Briefe wie diese liegen der Klinikleitung inzwischen stapelweise vor“, erklärte ein Sprecher. Lange seien die Sorgen der Beschäftigten ignoriert worden. Die Krankenhausfinanzierung lasse keinen Spielraum für mehr Personal. In anderen Krankenhäusern sei die Situation auch nicht besser. So müsse man hier in Seesen von ähnlichen Bedingungen ausgehen, wenn die Beschäftigten hier mit einem Hilferuf am Mittwoch aufgetreten sind, hieß es. Der Gewerkschaft ver.di liegen nach eigenen Angaben Informationen vor, dass es den Pflegekräften neben ihrem ungeheuren Stress um die Sorge für die Gesundheit der Patienten geht. Bleibe zu hoffen, dass Politik und Krankenhausbetreiber sich alsbald auf eine ausreichende Finanzierung einigt um die geforderten Stellen einzurichten. Ansonsten würden die Streiks sich ausweiten und auch Seesen nicht verschont bleiben, hieß es. Die Forderung nach einem Arbeitskampf liegt bei ver.di-Mitgliedern Anfang Juni bei über 96