Nowak: „Für euch eröffnen sich viele neue Perspektiven“

Diese 19 glücklichen Schüler bekamen ihre Examensurkunden überreicht.
 
Dreimal die Bestnote eins. Gabriela Wille schaffte diese sehr seltene Leistung.

Entlassungsfeier für 19 Krankenpfleger in den Asklepios Kliniken Schildautal / Gabriela Wille erreicht dreimal die Bestnote

Seesen (dh). 18 Schülerinnen und ein Schüler konnten bei der Entlassungsfeier in den Asklepios Kliniken Schildautal ihr Examen als Krankenpfleger beziehungsweise Krankenpflegerin entgegennehmen. Im Rahmen der Feierstunde am Mittwoch wurden diese von Dr. Andreas Kittelmann von der Landesschulbehörde an die erfolgreichen Absolventen übergeben. Ein besonderes Lob erhielt Gabriela Wille, die alle drei Prüfungen, im theoretischen, schriftlichen und praktischen Bereich, mit der Bestnote eins bestand – ein Ergebnis, welches nur sehr selten erreicht wird. Allgemein waren die Leistungen der Schüler im Vergleich mit anderen Pflegeschulen erstaunlich gut. „Das ist der Vorteil einer relativ kleinen Schule“, sagte Schulleiter Wolfgang Nowak. Er dankte allen, die an der Ausbildung mitgewirkt haben, insbesondere denjenigen, die den Schülern bei der Praxis halfen. Drei Stationen sind in jedem der drei Lehrjahre zu durchlaufen, und jedesmal bedarf es einer neuen Einweisung. Allerdings, so Nowak, wäre es gut, wenn das Lehrerteam in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule größer wäre.
„Liebe Kolleginnen und Kollegen“, so begann Stephan Schenk von der Pflegedienstleitung seine Rede an die neuen Pflegekräfte und erntete dafür den Applaus der frischgebackenen Examinierten. „Examensurkunden sind wie Wertpapiere. In den nächsten Jahren könnt ihr Gewinn daraus ziehen“, machte Schenk den Absolventen Mut. Sie hätten nun ganz neue Perspektiven, könnten zum Beispiel ihr Fachabitur ablegen oder studieren. Acht der glücklichen neuen Krankenpfleger werden zudem in den Asklepios Kliniken Schildautal übernommen.
Bevor die Examensurkunden übergeben wurden, sprachen die Schüler den Eid des Weltbundes für Krankenschwestern und -pfleger. Die Einhaltung dieser Richtlinien dürfte für die neuen Pfleger Ehrensache sein, immerhin haben sie einen Ruf zu verlieren. Auf der Liste der vertrauenswürdigsten Berufe stehen die Pflegekräfte auf dem zweiten Platz; 92 Prozent aller Menschen begeben sich ohne Angst in ihre Hände.
Während der Feierstunde spielte die Absolventin Karin Wall drei Klavierstücke, darunter ein selbst komponiertes Werk, und erhielt zu Recht kräftigen Beifall für ihre Darbietungen. Immerhin musste sie diese neben ihrer Arbeit und der Vorbereitung auf die Prüfungen einüben.
Nach der Feierstunde lud die Klinik zu einem kleinen Imbiss ein. Für die neuen Pflegekräfte waren die Festlichkeiten dann aber noch nicht beendet. Sie treffen sich am Wochenende, um intern noch einmal kräftig zu feiern und sich voneinander zu verabschieden. Denn einige Absolventen wird es in andere Kliniken oder an die (Fach-)Hochschulen ziehen. Dafür werden sie mit einem Startkapital von 1000 Euro ausgestattet, die jeder bekommt, der die Prüfungen bestanden hat.

Dies sind die glücklichen neuen Pflegekräfte:
Laura Beck, Stephanie Fethke, Gesina Franze, Jennifer Heckel, Franziska Höfer, Nadine Hoffmann, Svenja Keilholz, Jennifer Krüger, Jean Marie Elisabeth Künne, Alexander Müller, Rodika Oghercin, Sabine Pflug, Sonja Poklekowski, Melanie Rollwage, Fiona Saberi, Julia Seul, Jasmin Ternes, Karin Wall, Gabriela Wille.