O sole mio

Mezzosopranistin Erika Fonzar.sang wie ihre drei Kollegen beim Arienkonzert bekannte und weniger bekannte Stücke. (Foto: Jung/Gebauer)

Propst würdigt Antonio Melones Engagement / Himmliche Stimmen beim Arienkonzert in St. Andreas

Die Festivitäten zum zehnjährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Seesen und der süditalienischen Gemeinde Montecorvino Rovella wurden, wie bereits kurz berichtet, mit einem Arien-Konzert der Extraklasse in St. Andreas gekrönt.

Mit ihren grandiosen Stimmen entführten Monia Massetti (Sopran), Erika Fonzar (Mezzosopran), Paolo Bartolucci (Tenor) und Donato di Gioia (Bariton) in die vielfältige Welt der italienischen Oper und bescherten den restlos begeisterten Konzertgästen. Weit über 200 gaben sich in dem barocken Gotteshaus ein Stelldichein – einen überaus genussvollen Abend.
Vor dem Ohrenschmaus hieß zunächst Propst Thomas Gleicher die Besucher der Jubiläumsveranstaltung quasi als „Hausherr“ willkommen und erinnerte nicht zuletzt an den engagierten „Vater“ der Städtefreundschaft und der italienischen Arien-Konzerte, Antonio Melone.
Anschließend war es Dr. Hans-Joachim Voß, seines Zeichens Repräsentant des hiesigen Partnerschaftsvereins, der „viele schöne Momente“ aus den verflossenen zehn Jahren resümierte – auch die Aktion der Vorharzstädter auf dem „Seesener Platz“ in Montecorvino Rovella (2009). Er kehrte aber gleichwohl die Probleme, die es mit der Fortentwicklung der Partnerschaft gegeben habe, nicht unter den Tisch.
Nach den jüngsten Gesprächen mit den italienischen Freunden könne man indes optimistisch in die Zukunft schauen. Dies brachte auch der amtierende Bürgermeister der süditalienischen 13.000-Seelen-Gemeinde in seiner Grußadresse zum Ausdruck. Egidio Rossomando unterstrich, er werde sich verstärkt um eine Intensivierung der partnerschaftlichen Beziehungen bemühen, und hoffe, dass sich vor allem die jungen Leute beider Städte für einen lebendigen Austausch stark machen.
Nach dem offiziellen procedere gaben die vier italienischen Opernstars den Ton an, liefen unter der einfühlsamen Begleitung des international gefragten Pianisten Dario Tondelli am Steinwayflügel zur Hochform auf und entfachten mit ihren himmlischen Stimmen, gepaart mit adäquater Mimik und Gestik, ein ums andere Mal Begeisterungsstürme.

Bekannte und weniger bekannte Werke zu hören

Im Rahmen des Konzertes brachte das Quartett nicht nur Ohrwürmer bekannter Komponisten wie Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini zu Gehör, auch Werke weniger bekannter Künstler standen auf dem Programm und machten damit die Bandbreite der italienischen Oper transparent.
Die Inhalte der vorgetragenen Arien – da geht’s unter anderem um Leidenschaft, verschmähte Liebe, Seitensprünge und Intrigen – rückten übrigens Nele Voß und ihr „italienischer Joker", Daria Melone, als charmantes Moderatorinnen-Team ins rechte Licht.
Glanzlichter des Abends waren zweifelsohne die Zugaben der Sängerschar, die schließlich mit dem gemeinsam intonierten Gassenhauer „O sole mio" das Sahnehäubchen servierte. Dem Jubiläumskonzert schloss sich ein Gaumenschmaus mit Gästen und den Opernstars im Gemeindezentrum an.