Ortsverkehrswacht macht Bekanntschaft mit dem nassen Element

Mitglieder und Gäste der Verkehrswacht Seesen-Langelsheim-Lutter vor der MS „Adler Princess“ im Kieler Hafen.

Herbst- und Informationsreise führte nach Kiel / MS „Adler Princess“ besucht und auf dem Nord-Ostsee-Kanal geschippert

„Moin, moin“, erklang es des Öfteren im Rahmen der zweitägigen Herbst- und Informationsreise der Verkehrswacht Seesen-Langelsheim-Lutter, die dieses Mal in den Norden, nach Kiel führte.
Unter sachkundiger Führung fand dort eine interessante Rundfahrt durch die sehr abwechslungsreiche Stadt statt, die nach dem Zweiten Weltkrieg zu 80 Prozent zerstört und in verschiedenen Baustilen wieder aufgebaut wurde.
Am Ostsee-Kai an der Kieler Förde verließ gerade eine Fähre der StenaLine die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt in die offene Ostsee nach Oslo. Eine lag noch im Hafen zur Weiterfahrt am nächsten Tag nach Göteborg.
Rathaus, Staatstheater, Olympiahafen von 1936, Marinehafen – hier war die reparierte Gorch Fock zu sehen –, und alter Leuchtturm wurden angefahren und reizvolle Waldgebiete mit Höhen bis zu 70 Meter durchfahren.
Kiel ist inzwischen auch eine große Universitätsstadt mit über 30.000 Studenten verschiedener Fakultäten und ist neben Münster eine der größten Fahrradstädte mit sehr vielen Fahrradwegen geworden.
Quartier wurde im „InterCity“ Hotel genommen, gelegen neben dem Hauptbahnhof mit einer kaiserlichen Treppe. Vom Speisesaal aus genoss man den Blick auf die Förde.
Am zweiten Tag, bei bestem Oktoberwetter, wurde im Hafen die MS „Adler Princess“, jüngste und modernste dieser Flotte, bestiegen. Eine Besonderheit an diesem Tage war auch eine zweimalige Enterübung des Sondereinsatzkommandos Kiel mit acht Beamten und einem Schlauchtboot an der „Adler Princess“. Verwöhnt wurden dann alle Gäste mit einem exklusiven und reichhaltigen Brunchbuffet.
Bei der Fahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal, erbaut 1895 und 98,7 Kilometer lang bis zur offenen See, passierte man bis Rendsburg eine von vier Schleusen. Viele Containerschiffe waren unterwegs.
Angelegt wurde in Rendsburg im Ober-Eider-Hafen. Nach der Ausschiffung wurden die Verkehrswachtler vom Bus abgeholt und zu der 2.486 Meter langen Eisenbahnbrücke gefahren, an der – gehalten von zwölf Seilen – die Schwebefähre hängt. Allerdings war sie wegen Reparaturarbeiten außer Betrieb. In Deutschland gibt es eine solche Anlage nur zweimal.
Dort befindet sich auch die Schiffsbegrüßungsanlage, von der aus die vorbeifahrenden Schiffe mit einem musikalischen Gruß ihrer jeweiligen Nationalhymne begrüßt werden.
Nach einer Kaffeepause in den „Brückenterrassen“ wurde wieder die Heimfahrt angetreten. Die Reise war wie gewohnt vom stellvertretenden Vorsitzenden Otto Ehli und seiner Frau Lisa hervorragend organisiert worden. Die mitgereisten Mitglieder nebst Gästen dankten beiden mit großem Applaus und freuen sich schon auf die nächste Fahrt.