Pädagogen des VBE besuchen Museum in Seesen

Ortsverband Lutter legt Veranstaltungsprogramm fest / Förderzentrum „Jugendhilfe der Diakonie“ besichtigt

Das Veranstaltungsprogramm 2011 des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Orstverband Lutter am Barenberge im Kreisverband Braunschweig-Mitte, wurde eröffnet – wie geplant – im Februar mit der Festlegung der Termine für die Aktivitäten dieses Jahres und im März mit einem Besuch des Sozialpäda­gogischen Förderzentrums „Jugendhilfe der Diakonie gGmbH“ des Elisabeth-Stiftes auf dem Schäferstuhl in Salzgitter.

Lutter (ka).Zunächst fand im Februar im Dorfkrug von Ostlutter die zweite Tagung dieses Jahres des VBE-Ortsverbandes statt, in der die Veranstaltungsreihe für 2011 endgültig festgelegt wurde.
So sieht das Jahresprogramm vor: einen Besuch des Heimatmuseums in Seesen (27. April), eine Wanderung zu den Rabenklippen von Bad Harzburg aus (18. Mai), eine Fahrt zum Grenzlandmuseum in Helmstedt (23. Juni), das Sommerfest in Alt Wallmoden (24. August), ein Besuch der Firma Uhlig Rohrbogen in Langelsheim (14. September) und eine Fahrt nach Uslar zur Bergbräu-Privatbrauerei Haffner (26. Oktober). Außerdem findet wieder das Pokalschie­ßen inSchützenhaus in Lutter (9. November) und das Pokalkegeln im „Blickpunkt“ in Lutter (15. Dezember) statt. Mit aktuellen Themen des VBE und der Schulpolitik wird man sich ebenfalls beschäftigen.
Fortgesetzt wurde die Tagung mit einer Computeranimation einer Urlaubs-Foto-Safari nach Kenia durch Volker Edelmann. Den Lehrern, Lehrerinnen und Gästen wurden Einblicke vermittelt in eine seltene Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark Masai-Mara und im Hell’s-Gate-Park, und sehr interessant war sein Bericht über den Unterricht an der Michael-Grzymek-Schule in Nairobi, die er besuchte.
Im März unternahm der VBE-Ortsverband eine von Jürgen und Jutta Ehrenpfordt bestens organisierte Besichtigungsfahrt zum Sozialpädagogischen Förderzentrum „Jugendhilfe der Diakonie gGmbH“, das seit 1960 in der ehemaligen Segelflugschule auf dem Schäferstuhl in Salzgitter beheimatet ist, von dem Diakonischen Werk der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig e. V. als Trägerschaft übernommen und ab 2001 vom Elisabeth-Stift als gemeinnützige GmbH betrieben wird.
Empfangen und begrüßt wurde die VBE-Gruppe vom Leiter des Sozialpädagogischen Förderzentrums, Chris­tian Wendt, der einen Überblick über die Geschichte des Elisabeth-Stiftes gab. In seinem Vortrag und beim Rund­gang wies Christian Wendt unter anderem darauf hin, dass in den Einrichtungen des Elisabeth-Stiftes jungen Menschen und ihren Familien in schwierigen Lebenslagen eine „Hilfe auf Zeit“ und „Hilfen zur Erziehung“ bei Krisensituationen durch Beratung, Unterstützung und Betreuung durch Fachkräfte angeboten werden, dass junge Menschen, die aus unterschiedlichen Grün­den schulisch nicht mehr einbindbar sind, betreut werden, um sie schulfit zu machen, dass Eltern einen Rechts­anspruch auf Hilfen zur Erziehung haben, und dass bei allen Entscheidungen die Eltern beteiligt werden. Die aufmerksamen Zuhörer aus Lutter und Umgebung erfuhren, dass es Elisabeth-Stift-Einrichtungen neben Salzgitter auch in Wolfenbüttel, Braunschweig, Goslar, Hildesheim, Peine, Helmstedt und Hannover gibt, und dass in der Einrichtung die Leistungsbereiche Wohngruppen, Fünf-Tage-Gruppen, Tagesgruppen, Erziehungsstellen, ein schulisches Klinikum, ein Silentium, Ambulante Hilfen, ein Video-Home-Training und eine Familienhilfe zur Verfügung stehen. Interessant zu hören war, dass im Wirkungsbereich der Einrichtungen des Elisabeth-Stiftes rund 300 junge Menschen und ihre Familien von etwa 150 Mitarbeitern betreut werden, dass zurzeit 18 sechs- bis 14-jährige Schüler in relativ kleinen Gruppen auf dem Schäferstuhl in Salzgitter von einer Lehrkraft und mehreren Sozialpädagogen betreut werden, dass sich die schulische Laufbahn eines Schülers maximal über zwei Jahre erstreckt, in der eine enge Kommunikation mit Eltern, Schulen und Psychiatern an erster Stelle steht, und am Ende mit einem Zeugnis verabschiedet wird, das nicht mit einem Schulzeugnis vergleichbar ist.
Beim Rundgang gab es von Christian Wendt Informationen unter anderem auch über die eineinhalbmonatige Eingangsphase, über die sechsmonatige Trainingsphase und über die Einschulungsphase des Betreuungskonzeptes. Er ging auch auf die schulische Arbeitszeit von 8 bis 11.30 Uhr sowie auf den weiteren Tagesablauf ein und gab als Ziele der pädagogischen Arbeit an: die Vermittlung sozialer Kompetenzen, die Stärkung des Selbstvertrauens, die Einhaltung von Regeln, die Selbsteinschätzung der betreuten Jugendlichen und die Rückführung in die richtige Klasse der richtigen Schulform des öffentlichen Schulsystems.