Paten polieren Stolpersteine

Die Paten mit den gereinigten und wieder glänzenden Stolpersteinen: Vera Henkel, Doris Noack, Joachim Frassl, Isabell und Claudia Reichardt sowie Museumsleiter Dirk Stroschein.

Namensgravuren wieder lesbar gemacht

Es war im Jahr 2012, als auch in Seesen und Rhüden „Stolpersteine“ zum Angedenken der während des Nationalsozialismus ermordeten jüdischen Mitbürger ins Pflaster der Gehwege eingelassen worden waren.

Eine Initiative von Privatleuten, Vereinen und Schulen hatte 2009 den Anstoß zu der Aktion gegeben und gemeinsam mit der Stadt Seesen für die Umsetzung, die Verlegung von 34 „Stolpersteine“ und einer „Stolperschwelle“ gesorgt. Im vergangenen Jahr war schließlich unter dem Titel „Gegen das Vergessen“ – eine begleitende Dokumentation mit biografischen Skizzen und Materialien erschienen.
Um die eingravierten Namen und Daten der kleinen Gedenksteine im Stadt- und Straßenbild sichtbar zu erhalten, gab es in den vergangenen Jahren bereits mehrere Reinigungs- und Polieraktionen. Zurzeit befinden sich sieben Stolpersteine in der Obhut des Städtischen Museums, wo sie aufgrund der andauernden Bauarbeiten an ihrem Verlegungsort, der mittleren Jacobsonstraße, zwischengelagert werden und in einer Vitrine ausgestellt sind. Eine gute Gelegenheit, befand Museumsleiter Dirk Stroschein, diese Steine vor ihrer Neuverlegung wieder einmal zu reinigen. Und so brachten die Paten der Steine, Vera Henkel, Doris Noack, Joachim Frassl sowie Isabelle und Claudia Reichardt, in einer Gemeinschaftsaktion im Museum das Messing wieder zum Glänzen und machten die Namensgravuren wieder lesbar.