Pinguine erobern Schiff

Einzug der Pinguine.

Saison 2012: Neue Attraktionen im Erlebnis-Zoo Hannover

Der nördlichste Pinguin-Zoo der Welt, eine blitzschnelle Verwicklungskünstlerin, tierisches Wissen zum Anfassen und Mitmachen, Kuschelkamele mit Hasenzähnen, Nagerparadies mit Krabbelröhren: In der Saison 2012 präsentiert der Erlebnis-Zoo Hannover wieder neue und tierische Attraktionen in sieben einzigartigen Themenwelten!
Hoch erhobenen Hauptes, gekleidet im besten Frack, bezogen die Pinguine im Erlebnis-Zoo Hannover ihr Zuhause: Das neu gestaltete Sonnendeck mit Panorama-Pool an Bord der Yukon Queen in der Kanadalandschaft Yukon Bay. Das Deck bietet ein großes Badebecken mit bewegtem Wasser und komfortablen Holz-Stegen für den bequemen Ein- und Ausstieg, fußfreundlichen Sand, kleine und große Kiesel zum Durch-die-Gegend-Tragen (ein beliebter Zeitvertreib und Zuneigungsbeweis unter Pinguinen), Felsen zum Klettern, Gräser und Sträucher zum Zupfen und Zerren sowie große Schattenplätze in Fässern und unter Sonnensegeln und natürlich separate Brut-Kabinen.
Eine Deck tiefer, in der Unterwasserstation des Schiffes, sind die Pinguine durch große Glasscheiben bei ihrem Flug durch das blaue Wasser zu sehen. Eine Scheibe in der Schiffsdecke erlaubt den Blick auf das Unmögliche: Die eigentlich flugunfähigen Pinguine fliegen über die Köpfe der Besucher hinweg. Ein außergewöhnlicher Anblick!
Weil Pinguine naturgemäß nicht in Kanada leben, greift der Zoo bei der Präsentation der Vögel in der kanadischen Themenwelt Yukon Bay auf einen kleinen geografischen Kunstgriff zurück: Als das Schiff im Hafen auf Grund lief, so die Geschichte, ging dessen Kapitän in Yukon Bay sprichwörtlich vor Anker – und mit ihm seine letzte Fracht: Pinguine aus Südafrika. Und so wurde die still gelegte Yukon Queen zum „Nördlichsten Pinguin-Zoo der Welt“ umgebaut.
Ein Umbau, der es in sich hatte. Erst musste der kunststoffgebundene Boden des landschaftlich gestalteten Geheges auf dem Schiff nachgebessert werden, dann trat Korrosion im Becken auf. Becken und Boden wurden von Grund auf saniert.
Vor wenigen Tagen trat die Pinguin-Mannschaft gesammelt an, um ihre Yukon Queen erneut zu entern. Die Vögel nahmen ihr neu gestaltetes Reich ohne Zögern in Beschlag, hüpften in den Pool und inspizierten die Kabinen hinter den nummerierten Ladeluken, in denen sich die Bruthöhlen verbergen.
„Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir unseren Besuchern jetzt wieder die Pinguine bei ihrem Unterwasserflug präsentieren können“, so Zoodirektor Frank Werner, „es ist ein faszinierender Anblick.“ Das finden anscheinend auch die Robben und die Eisbären Nanuq und Sprinter, die den Einzug der Frackträger von der anderen Hafenseite aus aufmerksam verfolgten.