Politik macht Schule

Antoinette Rappo vom Verein Politik zum Anfassen (2. von rechts) leitete das Projekt, Uwe Klöppner führte gestern durch die „fiktive” Ratssitzung.

Für drei Tage schlüpfen Gymnasiasten und Oberschüler in die Rolle von Ratsmitgliedern einer Kommune

Soll in Seesen ein Tierheim gebaut werden? Braucht man in der Innenstadt mehr öffentliche Toiletten? Kann die Stadt die Errichtung einer Lasertag- und Paintball-Arena unterstützen? Macht der Rat der Stadt den Weg frei für den Bau einer Moschee?

Und wann wird endlich das Handyverbot für Schüler in den großen Pausen aufgehoben? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am Donnerstag Schülerinnen und Schüler des Jacobson-Gymna- siums Seesen und der Oberschule.
Das preisgekrönte Planspiel „Pimp Your Town!” wurde von Dienstag bis Donnerstag in Seesen mit über 88 Jugendlichen durchgeführt. Gestartet wurde das Planspiel am Dienstag mit einer allgemeinen Einführung in die Rats- und Kommunalpolitik, bei der den Schülerinnen und Schülern der Rahmen erklärt und wichtige Begriffe erläutert wurden. Anschließend sammelten die Klassen als Fraktionen Ideen, um daraus Anträge zu formulieren, die in die Ausschüsse gehen. Was bedeutet Kultur für die Stadt Seesen, was bietet die Kommune bereits und wo kann man die kulturelle Vielfalt ausbauen? Insbesondere mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler bei „Pimp Your Town!“ und setzten die innovativsten Ideen auf die Tagesordnung.
Am ​Mittwoch bekamen die jungen Menschen Unterstützung von zahlreichen echten Ratsmitgliedern der Stadt Seesen, die die drei Fraktionen in neue Ausschussgruppen darauf vorbereiten, ihre Anträge überzeugend zu vertreten, bevor dann unter Leitung der „echten” Ausschussvorsitzenden die drei fiktiven Ausschüsse für „Schule, Sport und Soziales”,„Bau, Umwelt und Verkehr“ und „Jugend, Kultur und Tourismus” tagen.

Über welche Themen die Schüler diskutiert haben, lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 19. Mai 2017.