Polizei warnt vor betrügerischen Fahrzeuangeboten

Vermeintliche Gebrauchtwagen-Schnäppchen locken gutgläubige Autokäufer in die Falle

Mit vermeintlichen Gebrauchtwagen-Schnäppchen treiben unseriöse Geschäftemacher im Internet ihr Unwesen. Viele gutgläubige Autokäufer sind bereits auf die Masche mit fingierten Internetseiten hereingefallen und haben Tausende von Euro verloren.

Diese bittere Erfahrung musste vor einiger Zeit auch ein Goslarer Gewerbetreibender machen, der bei solch einem Gebrauchtwagenkauf im Internet übers Ohr gehauen wurde und einen Schaden von insgesamt 4.500 Euro erlitten hat.
Dabei gehen gut organisierte Tätergruppen wie folgt vor: Sie richten unter falschen Personalien zunächst professionell wirkende Internetauftritte ein. Hierüber suggerieren sie als angeblich existente und seriös arbeitende Logistikfirmen die sichere Verkaufsabwicklung und Überführung von im Ausland angebotenen Gebrauchtfahrzeugen. Anschließend schalten sie in Deutschland auf etablierten Onlineverkaufsplattformen wie zum Beispiel autoscout24.de oder mobile.de fingierte Verkaufsanzeigen von Fahrzeugen oder Baumaschinen, die sich gar nicht in ihrem Eigentum befinden. Die Bilder dieser Fahrzeuge haben sie sich zuvor selbst aus anderen Verkaufsanzeigen heruntergeladen. Gezeigt wird ein gepflegtes Fahrzeug, das sehr günstig zu erwerben ist.
Im Rahmen der Verkaufsabwicklung werden die Käufer dann aufgefordert, als Nachweis ihres Kaufinteresses den Kaufpreis als Vorauszahlung auf ein ausländisches Treuhandkonto zu überweisen. Unmittelbar im Anschluss wird die Speditionslieferung der vermeintlich erworbenen Fahrzeuge sowie die Weiterleitung des Kaufpreises an den Verkäufer zugesichert. Nach der Vorauszahlung reißt der Kontakt allerdings sowohl zum Verkäufer als auch zur Logistikfirma ab. Das Geld wurde zu diesem Zeitpunkt bereits an ausländischen Geldausgabeautomaten von dem Treuhandkonto abgehoben, welches zuvor ebenfalls unter Falschpersonalien eröffnet worden wurde. Im weiteren Verlauf wird die Internetseite deaktiviert und für die Begehung weiterer Taten unter einem neuen Domainnamen wieder eingerichtet.
Deshalb rät die Polizei dazu, niemals per Vorkasse größere Geldsummen ohne tatsächliche Sicherheiten an Personen oder Firmen, die nicht bekannt sind, zu zahlen. Seriöse Internetportale stellen Bezahlmöglichkeiten zur Verfügung.
Es wird dazu geraten, stattdessen bei unbekannten Anbietern stets sichere Zahlungsmethoden wie zum Beispiel die Zahlung per Nachname oder per Rechnung zu wählen. Außerdem solle man sich nicht von professionell wirkenden Internetauftritten blenden lassen. Diese sagen nicht über die Existenz der dahinter stehenden Personen oder angebotenen Waren aus.