Privatinvestor – ja oder nein ?

Dietrich Kassebaum.

„Beobachter“-Umfrage: Seesener Meinungen zum Verkauf des Ratskellers

Im Seesener Stadtrat wird am 5. Februar über den Verkauf des historischen Ratskellers entschieden. Die CDU spricht sich weiterhin für den Verkauf an einen Privatinvestor aus. Die SPD ist dagegen der Meinung, dass hier noch Rede- und Beratungsbedarf bestehe.

Der „Beobachter“ hat sich in die City begeben und einige Meinungen der Seesener Bürger zu diesen umstrittenen Thema eingeholt.
Ursula Koch kann die Ansicht der SPD gut verstehen. Sie ist der Meinung, dass der Ratskeller weiterhin im Besitz der Stadt Seesen bleiben sollte. Auch Dietrich Kassebaum unterstützt diese Auffassung. Beide finden, dass das historische Gebäude auf jeden Fall weiter im Besitz der Stadt bleiben solle.
Anderer Meinung ist Doris Schöbel. Sie sagt: „Die Finanzen der Stadt sehen sowieso nicht so glänzend aus. Die weiteren Kosten für Sanierungen würden auf das Konto der Steuerzahler gehen.“ Dieselbe Haltung haben auch einige weitere Bürger der Stadt. Solange der Verkauf des Ratskellers positive Auswirkungen auf die Finanzlage der Stadt hat, sollte das Gebäude an einen Privatinvestor verkauft werden.
Jedoch geht es vielen Einwohnern vor allem darum, dass dieses Gebäude der Stadt erhalten bleibt. Diese Haltung vertritt auch Katrin Mittendorf-Oberbeck. Als Mitarbeiterin einer Arbeitsgemeinschaft des Stadtrates möchte sie vor allem die Instandhaltung des Gebäudes sichern.
So ein historisches Bauwerk sei wichtig für die Stadt, da es ihre Geschichte teilweise widerspiegelt, äußert sie sich auf die Frage, was sie vom Verkauf halte.
Viele Bürger möchten sich aber auch noch nicht auf eine Sichtweise festlegen, denn es gebe für beide Seiten gewisse Vor- und Nachteile. Die Umfrage zeigt, dass die Meinungen der Bürger ebenso zwiegespalten sind, wie die des Stadtrates.