Professor Welke zu Gast in Seesen

Wann? 23.02.2017 19:00 Uhr

Wo? Jacobson-Haus, Jacobsonstraße 1, 38723 Seesen DE
Der Graben nach den Kautztälern als Nachnutzung des Langen Grabens. Auch darüber wird der Fachmann bei der Veranstaltung des Harzklub-Zweigverein Seesen sprechen. (Foto: Welke)
Seesen: Jacobson-Haus |

Fachmann spricht am Donnerstag im Jacobson-Haus über große Landschaftsveränderungen

Vielversprechender Vortrag in der Sehusastadt: In diesem Monat steht beim Harzklub-Zweigverein Seesen im Jacobson-Haus ein besonderes Ereignis an.

Dann kommt am kommenden Donnerstag, 23. Februar, der an der Bonner Universität lehrende Professor Dr. Peter Welke nach hier, um über eines der größten Landschaftsveränderungen zu sprechen, die im Harz stattgefunden haben. Der in Clausthal wohnende Referent beginnt seinen Vortrag über den „Langen Graben“ um 19 Uhr in den in der 2. Etage befindlichen Räumen vom Harzklub.
Vier Jahre ist es schon her, dass der Leiter der Harzwasserwerke, Justus Teicke, in seinem groß angelegten Vortrag über das Oberharzer Wasserregal beim Harzklub in Seesen gesprochen hatte. Dieser Vortrag hätte in der Art sicherlich nicht stattfinden können, wenn nicht vorher die Bauten vom Langen Graben und vom Dammgraben stattgefunden hätten. Erst durch diese Bauten gelangten die Wasser unter anderem zu den Buntenbocker Teichen, die dem Bergbau sehr hilfreich waren.
Etwas zu Unrecht steht das größte Wasserbauwerk des Oberharzes im 17. Jahrhundert im Schatten seines Nachfolgers, dem Dammgraben. Als man feststellte, dass es nötig sei, die Hausherzberger Teiche mit mehr Wasser zu versorgen, da entsann man sich der schier unerschöpflichen Wasservorräte, die es auf dem Brockenfeld gab und an die reichen Freifluten des Ackers und des Bruchberges. Diese Wasservorräte galt es zu nutzen.
Bei dem Bau des Langen Grabens traten aber Schwierigkeiten auf. Welcher Art diese waren, darüber wird Professor Dr. Peter Welke dem Publikum in gut verständlicher Form berichten. Gelöst wurden die Probleme erst durch die Errichtung des „Sperber Dammes“. Der Vortragende wird die Zuhörer auf eine spannende Zeitreise in weniger bekannte, aber höchst wichtige Kapitel der Geschichte des Oberharzer Wasserwirtschaftssystemes mitnehmen.
Die Dauer des Vortrages wird etwa zwei Stunden betragen. Wenn es gewünscht wird, dann wird der Referent gerne eine Pause einlegen. Der Unkostenbeitrag beträgt wie immer zwei Euro und ist zur Begleichung der Energiekosten gedacht. Jugendliche haben freien Eintritt.