Prominente verbringen Weihnachten oft mit Familie

Politiker und Prominente aus Norddeutschland legen an Weihnachten vielfach Wert auf ein Fest mit der Familie. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) etwa freut sich auf ein "ruhiges, besinnliches" Weihnachtsfest mit Sohn und Frau, sagte der 56-Jährige dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Hannover. Traditionell gehe die Familie in die Kirche und esse dann gemeinsam. "Anschließend gibt es Geschenke, aber damit übertreiben wir es nicht."
Deutschlands prominentester WG-Bewohner Henning Scherf (76) und seine Frau Luise feiern Weihnachten im großen Familienkreis: "Mit meinen drei Kindern und neun Enkelkindern in unserer Haus- und Wohngemeinschaft", berichtet Bremens Altbürgermeister (SPD), der auch Präsident des Deutschen Chorverbandes ist. Gesungen wird natürlich auch, "vieles mehrstimmig". Und bevor alle den traditionellen Heringssalat mit Würstchen essen, gibt es Geschenke - "aber nur für die Kinder".
Bei dem in Bremen lebenden Rockmusiker Klaus Lage ("1000 und 1 Nacht") gibt es zu Weihnachten keine Geschenke. "Die ganze Familie trifft sich in Köln, da wird viel, gespielt und wir essen interaktiv Fondue oder Raclette", sagt der 64-jährige "Bootschafter" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Bremen. Am ersten Weihnachtstag kommt dann die klassische Weihnachtsgans mit Rotkohl und Klößen auf den Tisch. Später gibt es einen Spaziergang: "Wenn schon nicht am Meer, dann wenigstens am Rhein."
Auch die Schirmfrau für die Osnabrücker Hilfsorganisation "Helpage", Schauspielerin Hannelore Hoger, will sich an Weihnachten Zeit für die Familie und für Freunde nehmen. Meistens komme ihre Tochter zu ihr nach Hamburg. Obwohl sie nicht religiös sei, hätten sie früher manchmal die Christmette im Michel besucht, sagt die "Bella-Block"-Darstellerin: "Ich liebe Chorgesang und genieße die Stimmung." Allerdings sei es ihr mittlerweile zu voll.
Der Publizist und Moderator Roger Willemsen (59) hält sich selbst für den "langweiligsten Weihnachts-Feierer: allein und zurückgezogen". Willemsen ist Schirmherr des in Osnabrück ansässigen Afghanischen Frauenvereins und Botschafter von Amnesty International.