Propstei-Synode segnet Haushalt ab

Die Synodalen befassten sich mit dem Haushalt und der vorgesehenen Quartierbildung. (Foto: Koch)

Regionalbildung ist auf gutem Weg / Landesposaunentag im Juni in Seesen

Am vergangenen Mittwoch tagte die Synode der evangelisch-lutherischen Propstei Seesen im Seesener Kirchenzentrum. Auf der Agenda standen der Haushaltsvollzug 2014 sowie die künftige Entwicklung der Propstei.

Zunächst hob Propst Thomas Gleicher in der Andacht in der St.-Andreas-Kirche hervor, dass bei allen anstehenden Entwicklungen in der Kirche der Segen Gottes die Gemeinden begleite. Daher gäbe es zwar Anlass zu sehr präzisem Augenmaß, jedoch auf gar keinen Fall zu kleingläubiger Angst. Die Verheißung des neuen Testaments, dass es allezeit Kirche gebe, beziehe sich nicht auf die sichtbare Kirche mit ihren sich wandelnden Erscheinungsformen, sondern auf die Existenz von christlichen Gemeinden.
Im Kirchenzentrum stellte dann die Referentin, Frau Ostrowski, den Haushaltsvollzug des vergangenen Jahres vor und erläuterte fachkundig die einzelnen Posten. In der Summe konnte durch einen sehr sparsamen Umgang mit den Steuergeldern ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden. Mehr noch: Zum wiederholten Male konnte wieder ein nicht unbeträchtlicher Betrag den Rücklagen zugeführt werden. Propst Gleicher erläuterte dazu, die Propstei sei zwar keine Sparkasse, man müsse aber sehr weit vorausschauen auf Zeiten, wo diese Rücklagen dringend gebraucht würden.
Im Anschluss an den einstimmig abgesegneten Haushalt stellte der Vorsitzende des Struktur- und Stellenplanungs-Ausschusses, Tim-Florian Meyer, die vorgesehene Quartierbildung in der Propstei vor. Sämtliche Gemeinden in der Propstei sind hierbei im Vorfeld durch den Propst umfassend informiert worden, so dass sich die Gemeinden in den vier beabsichtigten Quartieren bereits ins Benehmen gesetzt haben. Propst Gleicher betonte noch einmal, dass von keiner Seite aus Druck auf die Gemeinden ausgeübt werde, so dass es keinerlei Widerstände gegen die geplanten Zusammenschlüsse gäbe.
In seinem Bericht zur Lage in der Propstei hob der Propst unter anderem auf die Bevölkerungsentwicklung in der Region sowie auf ein neues Visitations-Verfahren ab. Mit großem Interesse verfolgten die Synodalen die Ausführungen über das neue Verteilungsgesetz über die Kirchensteuern. Hier wird jeder Kirchengemeinde für die Kirche ein fester Sockelbetrag überwiesen. Als weitere Verteilungsfaktoren fließen die Mitgliederzahl und die Fläche ein. Schließlich kündigte der Propst noch den Landes-Posaunen-Tag an, der in diesem Jahr mit vielen Hundert Bläserinnen und Bläsern am 27. und 28. Juni in Seesen stattfinden wird. Am 28. Juni werden einzelne Bläsergruppen auch in den Gottesdiensten der Kirchengemeinden mitwirken.
Den Synodalen war bereits bestens bekannt, dass die beiden Propsteien Bad Gandersheim und Seesen in absehbarer Zeit fusionieren werden. Hier hat es schon zahlreiche Begegnungen und Gespräche gegeben. Zu überlegen wird sein, ob sich die Gemeinden der Propstei Bad Gandersheim später auch in der Stiftung „Kirche in unserer Zeit“ engagieren werden, die derzeit schon solide aufgestellt ist.