Quartiersmanagement gestartet

Bürgermeister Erik Homann sowie Roswitha Voß und Christiane Berndt vom Paritätischen präsentieren den neuen Fragebogen zum Quartiersma­-nagement, der in dieser Woche verteilt wird.

Im Bereich Schildberg und Umgebung soll die Wohnqualität verbessert werden

Neue Wege der Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität werden in Seesen beschritten. Die Stadtverwaltung, der Paritätische Seesen (Lebendiger Nachbarschaftstreff / LeNa), die Wohnungsbaugenossenschaft Wiederaufbau, der Arbeitskreis Integrationstreff (AKIT), das Alten- und Pflegezentrum St. Vitus, die Seniorenwohnanlage am Schildberg und die Grundschule am Schildberg führen aktuell, und nach gemeinsamer Vorbereitung eine Umfrage zum sogenannten „Wohnquartier“ in Seesen durch. Beim besagten Quartier handelt es sich in Seesen um den Bereich nördlich der Durch­­­fahrtstraße. Eingegrenzt wird dieser Bereich beziehungsweise das Quartier von der Fritz-Züchner-Straße, dem Schäfereiweg und der Bundesstraße von Seesen in Richtung Bornhausen. Die Idee die hinter dem Management und damit auch hinter der Umfrage steht, ist es, den genannten Wohnbereich in Seesen langfristig aufzuwerten. Nach einem Gespräch der Wohnbaugenossenschaft Wiederaufbau mit der Stadt Seesen, hat sich ein Arbeitskreis gebildet. Unterstützt wird dieses Projekt im Übrigen auch vom Deutschen Hilfswerk, dass die Kooperation über einen Zeitraum von erst einmal drei Jahren fördert.
Zunächst einmal, und das verdeutlichten Bürgermeister Erik Homann sowie Paritätische-Geschäftsführerin Roswitha Voß sowie Christiane Bernd, Leiterin des HilDe-Projektes, im Gespräch mit dem Seesener „Beobachter“, soll mithilfe einer Befragung ermittelt werden, was sich die Menschen, die in diesem Bereich zuhause sind, in ihrem Wohnquartier wünschen.
Erik Homann: „Wir führen diese Befragung durch, um weitere Vorschläge zur Entwicklung des Wohnquartiers zu sammeln und zu versuchen, diese Vorschläge gemeinsam umzusetzen.“ Dieser Fragebogen wird in diesen Tagen von Mitarbeitern der Stadt Seesen sowie vom Paritätischen im Wohnquartier verteilt.
Die ausgefüllten Fragebögen sollten bis zum 18. März an die Stadt Seesen beziehungsweise die kooperierenden Partner (Der Paritätische, Die Baugenossenschaft Wiederaufbau, Arbeitskreis „Integration, Seniorenwohnanlage am Schildberg, Alten- und Pflegezentrum St. Vitus und Grundschule am Schildberg) abgegeben werden. Hier gibt es auch weitere Informationen und Unterstützung beim Ausfüllen der Fragebögen.


Quartiersmanagement

Das Quartiersmanagement (QM), oder Stadtteilmanagement ist ein Verfahren in der Stadtentwicklung. Es dient bei der Planung und Steuerung in Stadt- oder Ortsteilen. Aufgrund vielfacher Ursachen wie zum Beispiel regionaler wirtschaftlicher Schwächen, hoher Zuwanderungen sozial benachteiligter Schichten oder Überalterungen im Wohnungsbestand verschlechtern sich die sozialen Strukturen in einigen Stadtteilen. Das Instrument Quartiersmanagement zeichnet sich zum einen durch die Zusammenführung der Akteure aus den verschiedenen Bereichen der Verwaltung, der lokalen Politik, der privaten Wirtschaft, der lokalen Vereine und der nicht organisierten Anwohner aus. Die Zielsetzung ist zum Anderen eine Integration der unterschiedlichen Aspekte von Wirtschaftsförderung, sozialer Befähigung und baulicher Stadtteilentwicklung. Eine weitere Aufgabe des Quartiersmanagements soll dazu führen, dass die Bewohner der Stadtteile an dem Verbesserungsprozess aktiv teilnehmen. Es geht dabei um die Anregung zur Selbsthilfe (Empowerment). Die Entwicklung von Verantwortung für das eigene Stadtquartier sollte langfristig gestärkt und selbsttragende Bewohnerorganisationen geschaffen werden.