Radtour soll demonstrieren, was Reha kann

Die „Bäder- und Rehatour 2012“ führte die Teilnehmer mit ihren Fahrrädern und Handbikes unter anderem auch nach Seesen in die Asklepios Kliniken.In Empfang genommen wurden die Radsportler dabei vom Ärztlichen Leiter der Kliniken für Neurologische Rehabilitation und Frührehabilitation, Prof.Dr. Manfred Holzgraefe (ganz links).

Fünfte Bäder- und Rehatour führte Teilnehmer zu den Asklepios Kliniken Schildautal

Mit ihren Rädern, Handbikes und Trikes radelten auch in diesem Jahr wieder Behinderte und Nicht-Behinderte gemeinsam: Bereits zum fünften Mal fand die „Bäder- und Rehatour“, initiiert vom Chef der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, Hubert Seiter, statt. Mit ihm wollten die Teilnehmer auch 2012 wieder „zeigen, was möglich ist“. Dieses Motto prägt die Tour bereits seit 2007. Die Radler wollen für die vielfältigen Möglichkeiten der Rehabilitation und Prävention in Deutschland werben. Im Fokus der diesjährigen Tour standen insbesondere Besuche bei Berufsförderungswerken. Die, so Seiter, leisteten einen ganz wichtigen Beitrag, Menschen nach einer Reha, Umschulung oder Weiterbildung wieder zurück in den Job zu bringen.
Dieses Jahr führte die Tour durch Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. In Seesen wurde ein Stop an den Asklepios Kliniken Schildautal eingelegt. Rund 600 Kilometer in sieben Tagen: Erneut war es eine ganz besondere Herausforderung für die – sichtbar und nicht sichtbar – behinderten 40 Radler. Ihre Route führte die Radler über Speyer, Bad Dürkheim, Mainz, Koblenz, Bonn, Köln, Düsseldorf, Bochum, Gelsenkirchen, Münster, Bad Driburg und Einbeck nach Goslar, wo die Truppe Wochenende ihren diesjährigen Zielort erreicht.
Was mit „Reha made in Germany“ möglich ist, bewiesen auch einige der Tourteilnehmer eindrucksvoll: Nach schweren Unfällen oder Krebs hat sie eine Reha wieder in die Lage versetzt, Sport zu treiben und an der Tour teilzunehmen. „Diese Menschen zeigen, wie bedeutend die Rehabilitation als wichtiges Angebot zur Wiedereingliederung von behinderten und chronisch kranken Menschen in Beruf und Gesellschaft ist,“ unterstrich Tour-Initiator Hubert Seiter.
Ebenfalls mit von der Partie: Vertreter der deutschen Gesundheitswirtschaft, Ärzte und Klinik-Chefs, „Sport bedeutet Lebensqualität, gerade für behinderte Menschen“, betont Günther Lerchner, Vizepräsident des Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbands, der die Tour auch dieses Jahr wieder mit dem Handbike mitfuhr.