Rauch über Fels-Werke Münchehof: Kreisfeuerwehrbereitschaft trainierte für den Ernstfall

Was auf dem Foto wie eine Truck-Sport-Veranstaltung aussieht, ist in Wirklichkeit eine Feuerwehrübung östlich von Münchehof, die den Einsatzkräften so einiges abverlangte.

Insbesondere der Wassertransport stand bei der Übung des II. Zuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft Goslar am vergangenen Wochenende im Vordergrund. Das unwegsame Gelände östlich der Fels-Werke forderte, den Fahrern der Tanklöschfahrzeuge, einiges ab. Neben der professionellen Abarbeitung der Lage blieb der Spaß keinesfalls auf der Strecke.

Von Antonio Mateo, Seesen

Am 13. Oktober führte der II. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft eine Übung zusammen mit den Kräften der Feuerwehren Münchehof und Seesen im Bereich der Fels-Werke und dem Tagebaugebiet „Winterberg“ durch. Im Bereich der Fels-Werke kam es auf einer naheliegenden Halde zu einem Feuer. Wie in einem solchen Fall vorgesehen begannen die Ortsfeuerwehren aus Münchehof und Seesen mit der Brandbekämpfung. Auf Grund der Ausbreitung des Feuers und des knappen Wasservorrates wurde der II. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Goslar nachalarmiert, so das Übungsszenario.

Der alarmierte II. Zug besteht aus sieben Fahrzeugen der Wehren aus Seesen, Wildemann, Othfresen, Hahausen, Immenrode, Langelsheim und Engelade, wobei das Fahrzeug der Feuerwehr Othfresen durch ein Fahrzeug der Feuerwehr Jehrstedt, sowie das Fahrzeug der Feuerwehr Langelsheim durch ein Fahrzeug der Feuerwehr Lautenthal terminbedingt ersetzt werden musste. Der Zug erhielt den Einsatzbefehl eine Wasserentnahmestelle an einem Feuerlöschteich im Bereich des Schulungsgebäudes Fels Werke "Winterberg " zu errichten. Desweiteren sollten die geländegängigen Tanklöschfahrzeuge mittels Ringverkehrs die Wasserversorgung zwischen der Wasserentnahmestelle und der Einsatzstelle sicherstellen. Bei einem Höhenunterschied von gut 200 Meter auf der fast sechs Kilometer langen Strecke wurde den Fahrern so einiges abverlangt. Gerade die „Bergabfahrten“ machten den Fahrern zu schaffen, hatten sie doch jeweils zwischen 1.800 und 2.400 Liter Löschwasser geladen. „Bergab drückt die Wasserladung ganz schön, gerade an den steilen Abfahrten, muss man vorsichtig fahren“, betont Feuerwehrmann Stefan Rühmannn aus Hahausen, gegenüber dem „Beobachter“. Die Wegstrecke hatte anspruchsvolle Passagen mit allerlei großen - und kleinen Wasserlöchern, die es zu passieren galt. Neben den abgeverlangten Fahrkünsten, war das Befahren der flachen Wasserpfützen, eine willkommene Abwechslung für die Fahrer. Nach gut zwei Stunden kam das erlösene „Feuer aus!“ und das bereitgestellte Mittagessen lockte ins Warme.

Insgesamt 49 Kräfte waren an der Übung beteiligt, darunter als Beobachter Manfred Reißig (Werkleiter Fels-Werke Münchehof), Bernd Schubbert (Brandschutzbeauftragter der Fels-Werke), Ortsbrandmeister Dirk Blanke (Feuerwehr Bad Grund), Karsten Krügener (stelv. OBM Bad Grund), Ulrich Eberhardt (Kreisbereitsschaftsführer), Ortsbrandmeister Karl Rieke (Feuerwehr Münchehof) und Thomas Kohlstedt (Zugführer II. Zug KFB Goslar). Allesamt bestätigten sie den reibungslosen Ablauf der Übung, die absolut professionell - und ohne Probleme - abgearbeitet werden konnte. Dieses bestätigte sich in der Abschlussbesprechung mit Werksleiter Manfred Reißig in den Räumen der Fels-Werke GmbH, beim gemeinsamen Mittagessen.