Renommierte Referenten geben wichtige Tipps

Die Referenten des internistischen Intensiv-Symposiums: (von links nach rechts) Prof. Dr. Hermann Wasmuth (UKA, demnächst Ordinarius Gastroenterologie Uni Rostock), Dr. Christoph Terkamp (MHH), Prof. Dr. Markus Ketteler (Klinikum Coburg, EDTA), Prof. Dr. Jan R. Ortlepp (Asklepios Kliniken Schildautal), Prof. Dr. Rainer Hoffmann (UKA).

3. Intensiv-Symposium an den Asklepios Kliniken Schildautal / Aktuelle Therapiestandards vorgestellt

Seesen (bo). Zum dritten Mal organisierte die Klinik für Innere Medizin und Intensivmedizin ein intensivmedizinisches Symposium. Im vollbesetzten Mehrzwecksaal der Asklepios Kliniken Schildautal erfolgte die Vorstellung der wichtigsten intensivmedizinischen Therapiestandards unter dem Motto „state of the art 2011“. Nach der Begrüßung durch den Seesener Chefarzt, Prof. Dr. Jan R. Ortlepp, stellte Prof. Dr. Rainer Hoffmann (leitender Oberarzt der Kardiologie an der Uniklinik RWTH Aachen und Mitglied in mehreren Fachgesellschaften) die wichtigsten Therapiestandards des Herzversagens dar. Während die richtige Wahl von Medikamenten klar belegt ist, zeigten innovative Unterstützungssysteme (Kunstherzen und Pumpen) leider keinen positiven Effekt auf das Überleben kritisch-kranker Patienten. Dr. Chris­toph Terkamp (Oberarzt und Leiter der Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover) legte die Bedeutung und die schnelle und richtige Therapie von unterschiedlichen Stoffwechselstörungen auf der Intensivstation dar. Prof. Dr. Hermann Wasmuth (leitender Oberarzt der Kardiologie an der Uniklinik RWTH Aachen, und, mit aktuellem Ruf versehen, zukünftiger Ordinarius für Gastroenterologie der Uni Rostock) referierte über das bestmögliche Vorgehen bei schweren Magendarmblutungen.
Während einer kurzen Pause betonte Professor Ortlepp, dass die Veranstaltung wie immer ohne Sponsoring der Medizin- und Pharmaindustrie stattfindet. Dieser Umstand, der heute immer noch eine Ausnahme darstellt, ist ihm persönlich sehr wichtig, um eine strikt fachliche Atmosphäre zu bewahren.
Nach der Pause war Prof. Dr. Markus Ketteler (Chefarzt am Klinikum Coburg und Mitglied im Vorstand der European Dialysis and Transplant Association) an der Reihe, die Bedeutung und das korrekte Vorgehen bei der Nierenersatztherapie in der Intensivmedizin zu erläutern. Prof. Dr. Ortlepp stellte am Schluss die Bedeutung der richtigen Beatmung auf der Intensivstation vor. Durch unzählige Studien sei der Überlebensvorteil durch korrekte lungenprotektive Beatmung abgesichert. Hierzu zählt u.a. auch die geringe Sedierung (d.h. meist „kein vollständig künstliches Koma“). Dennoch werden diese Standards auf den meisten Intensivstationen in Deutschland immer noch nicht korrekt umgesetzt.
Stefan Menzel, Geschäftsführer der Asklepios Kliniken, ist stolz darauf, dass an der Klinik die Intensivmedizin auf hohem Niveau betrieben wird und unterstützt die Fort- und Weiterbildung nachhaltig.
Die Klinik für Innere Medizin und Intensivmedizin ist eine der wenigen internistischen Kliniken in Niedersachsen mit der kompletten Weiterbildungsermächtigung für die Zusatzbezeichnung Intensivmedizin.