Römerkastell, schneebedeckte Rosen und ein verrücktes Museum

Die gut gelaunten Hausfrauen gingen jetzt mit Partnern auf Adventsreise.
 
Lecker: Spezialitäten aus der „fränkischen Braumeisterpfanne”. (Foto: bo)

Adventsreise des Seesener Hausfrauenbundes führte in den fränkischen Odenwald

Seesen (ahl). Am 1. Advent starteten die Mitglieder des Hausfrauenbundes zu ihrer Fahrt in den Odenwald. Nach angenehmer Fahrt kam man am frühen Nachmittag in Reinhardsachsen an. Zur Begrüßung gab es auf der Terrasse des Hotels einen Odenwälder Apfelpunsch. Reinhardsachsen liegt direkt am Limes, dem römisch-germanischen Grenzwall. Außerhalb der Ortschaft befindet sich das Kastell Haselburg, nicht weit entfernt ein Römerbad sowie alte Wachtürme. Am Nachmittag folgte dann der erste Ausflug, und zwar nach Amorbach. Im Anschluss an eine kleine Stadtführung besuchte man das wohl „verrückteste Museum“ im Odenwald. Die Teekannensammlung zeigt 2467 lustige, figürliche Teekannen, Prinz Charles ist neben Micky Maus genauso vertreten wie diverse Tierarten und andere Gegenstände. Eine aus zirka 500 Puppen bestehende Sammlung, Puppenhäuser, Teddybären, ein Mercedes aus 500.000 Streichhölzern und ein runder Bücherturm, der so hoch wie der Raum ist, begeisterten alle Mitreisenden. Abends gab es dann ein viergängiges Essen, und man saß noch lange zusammen.
Gestärkt am Frühstücksbuffet, brach die Gruppe zum ersten Ziel des nächsten Tages auf. Das romantische Städtchen Miltenberg, gelegen am südwestlichen Mainviereck, hat ein besonders mildes Klima. Überraschend war nicht nur für die Seesener Touristen, sondern auch für alle Miltenberger, dass es auf die Rosen und Geranien schneite, die noch in voller Blüte standen. Schnee gibt es dort sehr selten, schon gar nicht so früh. Sehenswert ist das weltbekannte Schnatterloch, der Alte Marktplatz, die älteste Fürstenherberge Deutschlands, der „Riesen“, und das Alte Rathaus.
Die Weiterfahrt führte nach Michelstadt mit dem größten und schönsten Weihnachtsmarkt im Odenwald, der sich durch alle Gassen und Straßen der Altstadt zieht. Besonders sehenswert sind hier das alte Rathaus aus dem Jahr 1484, der Marktbrunnen von 1575 und die interessanten Fachwerkhäuser, die das Stadtbild prägen. Ein herrliches Erlebnis war die Rückfahrt durch die zu einem Wintermärchen verzauberten Landschaft auf den Höhen des Odenwaldes.
Als die Reisegruppe aus dem Vorharz wieder im Hotel ankam, wartete auf der festlich dekorierten Tenne ein weihnachtliches Schlemmerbuffet, eine „fränkische Braumeisterpfanne” mit leckeren Fleischsorten und verschiedenen Beilagen auf die Busgesellschaft. Es folgte ein gemütliches Beisammensein mit weihnachtlichen Klängen, und auch zum Tanz wurde aufgespielt. Der Wirt verstand es sehr gut, die Gruppe zu unterhalten, und die Zeit verging wie im Flug.
Der Abschied am nächsten Morgen fiel wohl allen etwas schwer, es gab für jeden Gast ein Lebkuchenherz zum Abschied, alle winkten noch einmal, und die Heimreise begann. Als Abschluss dieser schönen Adventsreise besuchte man noch die hessische Kur- und Festspielstadt Bad Hersfeld. Ein Rundgang durch die schöne Fachwerk-Altstadt und ein Bummel über den kleinen, aber schönen, Weihnachtsmarkt beendete das Programm. Beim letzten Stopp gab es von Mitgliedern des Hausfrauenbundes gespendeten Kaffee und Kuchen.
Fazit: Es war eine erlebnisreiche Fahrt mit einem gut organisierten Programm und vielen neuen Eindrücken; sicher werden alle noch gern an die Tage im Odenwald zurückdenken.