Rolf Breyther 30 Jahre an der Harzklub-Spitze

Die Heimatgruppe des HZV Ildehausen. (Foto: Koch)
 
Alphornbläser Dieter Bertram. (Foto: Koch)

Zweigverein Mechtshausen-Rhüden feiert 40-jähriges Bestehen

Der Harzklub-Zweigverein Mechtshausen-Rhüden konnte jetzt auf sein vierzigjähriges Bestehen zurückblicken. An dieser rein vereinsinternen Festveranstaltung im Vereinsheim des Musikvereins nahmen rund 80 Mitglieder teil. Vorsitzender Rolf Breyther nutzte dabei unter anderem die Gelegenheit, verdiente HZV-Mitstreiter zu ehren.
Nachdem Rolf Breyther die Gäste in der ehemaligen katholischen Kirche gemeinsam begrüßt hatte, stellte die Heimatgruppe Ildehausen mit der amtierenden Harzer Jodelmeisterin Marin Hein an der Spitze ihr Können unter Beweis. Dieter Bertram begeisterte dabei mit seinem Alphorn Marke Eigenbau.
Vorsitzender Rolf Breyther blickte anschließend auf die vier verflossenen Jahrzehnte zurück. und erinnerte in dieseman die Hintergründe, die zur Gründung des Zweigvereins führten. Der Hauptverein Seesen hatte unter dessen Vorsitzenden Wilhelm Lippold die Hütte auf dem Wohldenstein als Waldmuseum errichten lassen. Schon sehr bald wurde jedoch deutlich, dass die anfängliche Euphorie über das Erreichte der nüchternen Erkenntnis weichen musste, dass die neu übernommenen Aufgaben aus den Reihen der Ehrenamtlichen leider nicht nachhaltig ausgeführt werden konnten. Daher wurden Partner gesucht.
Was lag da näher, als dafür zu sorgen, dass es sie gab? Damit war der gedankliche Grundstein für die Neugründung eines Partnervereins gelegt. Im Büro des Rhüdener Busunternehmers Karl Pülm gründeten 13 Männer am 19. Februar 1970 unter Vorsitz des Mechtshäusers Otto Knolle den Zweigverein „Mechtshausen-Rhüden“. Die Reihenfolge in der Namensgebung spiegelt weniger die Wertigkeit der Mitglieder als vielmehr die Tatsache wider, dass die Hütte nun einmal in der Gemarkung Mechtshausen stand und steht. Wilhelm Lippold demonstrierte in vorbildlicher Weise Solidarität und wurde selbst Gründungsmitglied.
Nachdem Revierförster Karl-Heinz Queckenstedt den Zweigverein als nächster Vorsitzender die Vereinsgeschicke weiter vorangetrieben hatte, übernahm Rolf Breyther im Jahre 1980 bis heute äußerst erfolgreich die vielfältigen Aufgaben des ersten Vorsitzenden. Wer Rolf Breyther näher kennt, weiß, was gemeint ist: Ob es sich um das Marketing bei großen und sehr gut besuchten Konzerten in der St. Martini-Kirche handelt oder ob bei der Vorbereitung der zahlreichen Hüttentage Frischwasser und Brennstoff durch den Wald transportiert werden müssen: Überall ist er selbst zugegen und legt aktiv Hand mit an.
Ferner sorgte er 1984 für die Gemeinnützigkeit des Vereins und durch Pachtverträge mit der Klosterkammer für den Bestand der Hütte an der Burgruine gesorgt.
Im Hauptteil seiner Rede hob Rolf Breyther auf die in den Vereinsstatuten festgelegten Hauptpunkten ab. Im Bereich Veranstaltungen sieht die Erfolgsbilanz nicht anders aus: 26 Heimatabende, 10 Kirchenkonzerte, 2 Dorffeste, 2 Heimattage sowie zahllose Hüttentage mit ausgesprochen guter Resonanz gehören ebenso zu den Highlights wie die schönen Busreisen und die Feier zum 25jährigen Bestehen auf dem Hof von Friedrich-Wilhelm Harenberg.
Naturverbundenheit und Gemeinschaftspflege allein reichen aber nicht aus, um die Ziele des Harzklubs zu definieren. Was nämlich nützt frischer Wanderwille, wenn die Natur, die er durchschreiten möchte, sich in einem desolaten Zustand befindet? Nistkasten-Ausbringung, Ruhebänke, Wegbeschilderung, Brückenbau sind nur ein schmaler Ausschnitt aus der breiten Palette der hier rufenden Verantwortlichkeiten. Der Zweigverein hat es unter der Leitung seines amtierenden Vorsitzenden gerade in diesem Punkt so weit vorangebracht, dass er nicht nur drei Mal den Naturschutz-Förderpreis des Harzklub e. V. verliehen bekommen hat, sondern auch im stolzen Besitz des Umweltschutzpreises des Landes Niedersachsen ist. Zu dieser Erfolgsgeschichte habe, so Breyther, im erheblichen Maße H. Harenberg beigetragen.
Schließlich ging Breyther auf die Verjüngung in den Vorstandsreihen ein. Hier nannte er vor allem Marco Lilge, unter dessen Leitung 10 Hornissen-Brutkästen unter der Regie der Jugendgruppe gebaut und im Heber ausgebracht worden sind. Überdies würdigte Rolf Breyther die gedeihliche Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde St. Martini.
Herbert Timm, Ilse und Karl-Jürgen Strube, Peter Götz, Horst Bleckmann, Gisela Hungerland, Gerda Sander, Rosemarie Harenberg und Gisela Rose wurden schließlich er für 25jährige Vereinstreue ausgezeichnet. . Gleiches gilt mit Blick auf 40 Jahre für Heinz Harenberg, August Lawes, Manfred Böhm und Friedel Faber - samt und sonders Gründungsmitglieder – sowie Heinrich Blanke und Wolf-Christian Rademacher. Schließlich konnte Walter Mies die Silberauszeichnung des Hauptvereins entgegennehmen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte eine der Hauptsäulen erfolgreicher Vereinsgeschichte, die auch in Zukunft immer mehr an Bedeutung zunehmen dürfte: das Sponsoring. In diesem Zusammenhang wurden die Volksbank Bockenem-Seesen ein ein lokaler Sportgeräte-Hersteller genannt; sie hätten sich ein ums andere Mal für HZV-Projekt monetär ins Zeug gelegt.