Rübenanbauer kritisieren EU-Beschlüsse

Joachim Engelke, Vorsitzender des Zuckerrübenanbauerverbandes Südniedersachsen.
 
250 Teilnehmer wurden bei den Hauptversammlungen der Rübenanbauer gezählt.

Gemeinsame Hauptversammlungen der Zuckerrübenanbauer in Nörten Hardenberg

Am Dienstag dieser Woche wurden die Jahreshauptversammlungen von Zuckerrübenanbauerverband, Union-Zucker und Anbauerfonds gemeinsam abgehalten, um die enge Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Interessenvertretung der südniedersächsischen Zuckerrübenanbauer und Gesellschafter zu verdeutlichen. Mit rund 250 Mitgliedern, Gesellschaftern und Gästen war das Atrium des gräflichen Landsitzes Hardenberg voll besetzt.

Die aktuellen Beschlüsse der EU, die Zuckermarktordnung nur bis 2017 zu verlängern wurden von den südniedersächsischen Rübenanbauern kritisiert. „Wir werden uns nun schneller als erwartet auf die Zeit nach der Quotenregelung einstellen müssen“ beschrieb Joachim Engelke, Vorsitzender des Zuckerrübenanbauerverbandes die Situation und er fügte an: „Unsere Aufgabe ist es nun, die Weichen für die Zeit nach der Zuckermarktordnung zu stellen.“
Vorsitzender Engelke blickte ansonsten zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr zurück. Der Anbauerverband, der rund 1.000 Rübenanbauer in Südniedersachsen vertritt, hatte seinen Mitgliedern einiges zu bieten: Durchgeführte Rübentage und Fachexkursionen, praxisorientierte Versuche zu Ladeverlusten, Kontrolle der Rüben-
bewertung in den Zuckerfabriken, regionale Winterversammlungen und verstärkte Öffent- lichkeitsarbeit.
Zum Mitgliederservice gehörte zudem eine verbesserte Kommunikation mit neuer Internetseite. „Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt waren ins-
besondere die Verhandlungen mit der Nordzucker zur Rübenbezahlung“, so Engelke, „mit einem positiven Ausgang durch eine angemessene Beteiligung der Rübenanbauer an den guten Zuckererlösen.“
Damit fand das letzte Rübenjahr neben den guten Rübenerträgen einen sehr erfreulichen Abschluss.
Der Vorstand der Nordzucker AG berichtete über das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr für das Unternehmen mit seinen Rübenanbauern und Anteilseignern.
Die Abstimmungen bei Zuckerrübenanbauerverband, Union-Zucker und Anbauerfonds zu Jahresabschlüssen, Entlastung der Gremien, Wahl der Abschlussprüfer und Wahl der Gremien erfolgten alle mit hoher Zustimmung.
Beschlossen wurde auch das Abstimmungsverhalten der Union-Zucker (und des Anbauerfonds) zu den Tagesordnungspunkten der Hauptversamm- lung der Nordzucker AG am 11 Juli. Die Gesellschafter entschieden, allen in der Einladung zur Nordzucker-Hauptversammlung enthaltenen Beschlussvorlagen zuzustimmen.
Vorstandswahlen beim Zuckerrübenanbauerverband
Folgende Rübenanbauer wurden durch die Mitgliederversammlung für die folgenden 4 Jahre in den Vorstand desVerbandes gewählt: Friedrich-Wilhelm Hering (Gronau), Carsten Hische (Eldagsen), Henning Hölscher (Alferde) Wiederwahl, Erich Hundertmark (Edesheim), Christof Möller (Deensen).
Karl-Friedrich Bartram (Wibbecke), Karl-Theodor Diedrichs (Banteln) und Helmut Meyer (Betheln) sind aus dem Vorstand ausgeschieden. Karl-Theodor Diedrichs und Helmut Meyer sind weiterhin Geschäftsführer der Union-Zucker. Fred Jacob aus Lübbrechtsen wurde für die nächsten zwei Jahre als Kassenprüfer gewählt.
Wahlen zur Geschäftsführung der Union-Zucker: Für die nächsten vier Jahre wurden folgende Gesellschafter in die Geschäftsführung der Union-Zucker Südhannover GmbH gewählt: Joachim Engelke (Hasede), Henning Hölscher (Alferde), Heinrich Klingelhöfer (Groß Lengden), Andreas Meyer (Herkensen) und Christof Möller (Deensen).