Sanierung der Marktstraße teurer als erwartet

Die Sanierung der Marktstraße wird voraussichtlich teurer als erwartet.

Spezielle Asphaltschicht und stärkere Pflastersteine erhöhen die Kosten / SPD will transparente Politik

Am vergangenen Montag hatte die Fraktionsvorsitzende Andrea Melone die SPD-Fraktion ins Wilhelmsbad geladen. Hier standen die Vorbereitung der Verwaltungsausschusssitzung sowie weiterer Sitzungen auf der Tagesordnung.

Und so befassten sich die Sozialdemokraten an diesem Abend mit dem Ausbau der Marktstraße. Die Städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen gehen in diesem Bereich voran. Die Kosten werden aber voraussichtlich höher als geplant. Für den Einbau einer wasserdurchlässigen Asphaltschicht sowie die Verwendung von stärkeren Pflastersteinen haben sich die Gesamtkosten für die Maßnahme erhöht.
Die weiteren Ausgaben müssen im Planungsrahmen bleiben, wenn noch weitere Straßenzüge der Innenstadt in den Genuss einer Sanierung kommen wollen. Die finanzielle Lage der Stadt ist alles andere als rosig. „Die Defizite von heute sind die Steuern von morgen“. Dieses Zitat eines britischen Ökonomen dürfe sich in Seesen nicht bewahrheiten. „Dafür werden wir Sozialdemokraten uns einsetzen“, so Andrea Melone gegenüber dem „Beobachter“.
Die Neugestaltung der Marktstraße und die Informationspolitik der Verwaltung standen noch ein weiteres Mal im Fokus der Diskussion. Die Stadtverwaltung beschreitet verschiedene Wege, um Bürgerinnen und Bürger über „Stadt- Entscheidungen“ zu informieren. Die Qualität dieser Informationsweitergabe ist der SPD offenbar aber nicht ausreichend, denn viele Seesenerinnen und Seesener stellen so manche Stadt-Entscheidungen in Frage, können Entscheidungen nicht nachvollziehen, halten diese für überzogen.
„Nicht als Opposition sondern als soziale Partei, als SPD hier in Seesen möchten wir dieses Thema zukünftig stärker besetzen. Nur wenn ich verstehe, kann ich Verständnis aufbauen“, so Andrea Melone. Daher wurde seitens der SPD beschlossen, künftig eine transparente Politik zu verfolgen. Seit Neuestem wird daher in enger Zusammenarbeit mit dem Ortsverein der SPD Seesen eine facebook-Seite sowie eine Homepage gepflegt. Diese Medien sollen dem interessierten Bürger die Möglichkeit einräumen, sich objektiv über die Politik und die Stellung der Sozialdemokraten in Seesen und den Dörfern zu informieren.
Dem Verkauf des ehemaligen Sportplatzes an der Kurparkstraße (der „Beobachter“ berichtet) stehen die Sozialdemokraten positiv gegenüber. Die Käufer beabsichtigen auf dem ehemaligen Gelände eine Alten- und Pflegeeinrichtung mit etwa 90 Plätzen zu errichten. Positiv sei hierbei nicht nur der Verkauf des Grundstücks zu bewerten. Den Sozialdemokraten sei es auch wichtig, dass durch dieses Vorhaben neue Arbeitsplätze generiert werden. Zusätzlich hoffen sie auf eine Stärkung der regionalen Betriebe beim Bau und der Unterhaltung des vorgestellten Projektes.
Auch mit dem Thema Feuerwehr beschäftigte sich die SPD-Ratsfraktion. Aus den Ortsteilen Mechtshausen, Ildehausen, Herrhausen und Rhüden werden in der Ratssitzung am 11. März vier Feuerwehrmänner für das Ehrenbeamtenverhältnis vorgeschlagen. Die Anhörung durch den Kreisbrandmeister Uwe Borsutzky ist bereits erfolgt. Somit finden diese Drucksachen auch die Zustimmung der SPD-Stadtratsfraktion. Melone wies in diesem Zusammenhang noch einmal daraufhin, wie wichtig das Ehrenamt für die Stadt Seesen sei.
Gerade im Bereich der Feuerwehren gilt es den hohen Standard aufrecht zu erhalten, um den Ehrenamtlichen die gefährliche Arbeit sicherer zu machen. Am kommenden Mittwoch wird dann die Ernennung durch den Rat der Stadt Seesen erfolgen.