SBG und Polizei stellen Türanhänger-Aktion vor

Wann? 07.03.2012 15:00 Uhr

Wo? Bürgerhaus, Jacobsonplatz, 38723 Seesen DE
(Foto: bo)
Seesen: Bürgerhaus |

Info-Veranstaltung am 7. März in den Räumen des AWO-Ortsvereins / Senioren sind die Zielgruppe

Seesen (bo). Der Seniorenclub des AWO-Ortsvereins und die Seesener Seniorenvertretung laden für den 7. März, 15 Uhr, zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung in der Begegnungsstätte der AWO, im Bürgerhaus ein. Seniorenverbände, sowie die AWO-Ortsvereine aus den Ortsteilen Seesens, und alle Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Türanhänger-Aktion interessieren, sind herzlich eingeladen.
Näher gebracht werden soll die gemeinsame Aktion der Seesener Bürger-Gemeinschaft und der Polizei Seesen, die unter dem Motto „Ich lasse keine Fremden in meine Wohnung!“ steht.
Der erste Vorsitzende der Bürger-Gemeinschaft, Johannes Wolff, und der stellvertretende Leiter des Polizeikommissariats Seesen, Polizeihauptkommissar Bernward Geudert, werden in diesem Rahmen die Aktion vorstellen und erläutern. Sie stehen jederzeit für Fragen zur Verfügung. Sie möchten insbesondere ältere Menschen noch einmal in besonderer Weise ansprechen und den „Türanhänger“ gezielt verteilen.
Der „Türanhänger“, der von innen an der Eingangstür aufgehängt wird, soll stets an die Gefahren beim Einlass von unbekannten (fremden) Personen in die eigene Wohnung, erinnern.
Immer wieder liest und hört man, dass ältere Menschen, insbesondere alleinstehende Frauen, Opfer von Straftätern werden. Diese Taten geschehen zumeist im unmittelbaren Einflussbereich der Geschädigten, nämlich in der Wohnung.
Neben dem so genannten Enkelbetrug, bei dem telefonisch eine verwandtschaftliche Beziehung vorgetäuscht wird, um dadurch an die Ersparnisse des Opfers zu gelangen, ereignen sich aber immer wieder auch Trickdiebstähle zum Nachteil von älteren Personen.
Wesentliches Ziel der Täter (sowohl männlich als auch weiblich) ist es, Zutritt zur Wohnung des späteren Opfers zu erlangen. Da man normalerweise kaum jemanden „so einfach“ in seine Wohnung lässt, geben die Täter stets einen „guten Grund“ an. So geben sie sich als Mitarbeiter des örtlichen Energieversorgers aus, der Leitungen prüfen muss oder aber Stromzähler ablesen soll, oder aber geben an, dass sie als Handwerker von der Hausverwaltung mit der Ausführung von Arbeiten in der Wohnung beauftragt wurden.
Manche Täter geben sich auch als Polizeibeamte aus, die auf den Umlauf von Falschgeld hinweisen und eine kostenlose Überprüfung anbieten. Auch versuchen manche Täter, hier besonders Frauen, Zutritt zu einer Wohnung zu erlangen, indem eine ganz dringende Toilettenbenutzung vorgespielt wird. Aber auch Personen, die „Umfragen durchführen“, wollen oftmals nur in die Wohnung gelangen.
In den geschilderten Fällen „arbeiten“ die Täter meistens zu zweit. Während der eine das Opfer ablenkt, gelingt es einem zweiten Täter ebenfalls die Wohnung zu betreten und anschließend zu durchsuchen. Aufgrund ihrer Erfahrung gelingt es diesem dann in kürzester Zeit Bargeld, Schmuck und sonstige Wertgegenstände aufzuspüren, an sich zu bringen und die Wohnung unbemerkt zu verlassen. Anschließend verabschiedet sich auch der erste Täter ganz schnell und danach – zumeist sehr viel später – stellt das Opfer dann die „Bescherung“ fest.
Täter können auch alleine unterwegs sein. Sie nutzen dann die Unaufmerksamkeit des Opfers (Toilettengang, oder Überprüfungen von Zählern etc.), um die Wohnung zu durchsuchen und entsprechendes Diebesgut an sich zu bringen. Eine Schadenshöhe von mehreren 10.000 Euro und mehr ist dabei keine Seltenheit.