Schünemann attestiert Seesen großes Potenzial

Innenminister Uwe Schünemann und Bürgermeisterkandidat Erik Homann auf dem Seesener Marktplatz im Gespräch mit Bürgern der Stadt. (Foto: Jung)
 
„Seesen ist eine der wenigen Gemeinden, die nicht mit dem Rücken an der Wand steht. Seesen hat einen ausgeglichenen Haushalt und kann investieren.” Uwe Schünemann, Innenminister des Landes Niedersachsen (Foto: bo)

Niedersachsens Innenminister hält Erik Homann für die ideale Besetzung des Chefsessels im Rathaus

Von Maximilian Strache, Seesen

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann ist ein alter Hase, wenn es um Kommunalpolitik geht. Er kennt die Niederungen der Politik in der Provinz. Angefangen hat er mal in der „Jungen Union“; das war 1979. Heute sitzt er auf dem Chefsessel im Innenministerium in Hannover. Auf seinem Weg dorthin war er unter anderem Ratsherr und Bürgermeister der Stadt Holzminden. Heute ist er zwar Innenminister, zu seinen Aufgaben gehört aber auch weiterhin die Kommunalpolitik.
Auf Einladung von Rudolf Götz, Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Seesen, war Schünemann in den Vorharz gekommen, um gemeinsam mit CDU-Bürgermeisterkandidat Erik Homann auf dem Marktplatz die Werbetrommel zu rühren. Homann freute sich natürlich über den hohen Besuch, ist er doch ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das offene Verhältnis zwischen Kommunal- und Landesbehörden. Im anschließenden Pressegespräch mit dem „Beobachter“ stellte sich das christdemokratische Trio Fragen zum Kommunalwahlkampf, der Rolle Seesens in der Region und verriet, warum Erik Homann die beste Besetzung für das Bürgermeisteramt ist.
Uwe Schünemann ist vom Potenzial Seesens überzeugt. Denn die 20.000 Einwohner-Stadt ist eine der wenigen Gemeinden in Niedersachsen, die nicht von einem Haushaltsdefizit geplagt wird. Ein Blick Richtung Osterode oder Goslar ruft bei dem Berufspolitiker ganz andere Gefühle hervor. „In Seesen gibt es noch Handlungs- und Gestaltungsspielräume für die kommunale Politik. In vielen anderen Gemeinden, schauen wir nach Osterode oder Goslar, sind die Haushalte weit von den Zahlen in Seesen entfernt. Die können dort fast gar nichts mehr bewegen“, sagt Schünemann.
Der Innenminister spricht deshalb auch von einer Führungsrolle Seesens bei der Entwicklung der Vorharzregion. „Die Größe einer Stadt spielt im Grunde genommen keine Rolle bei der Übernahme von Verantwortung“, erklärt der Innenminister. Auch die Annäherungen von den Gemeinden Bad Gandersheim und Kalefeld wertet Schünemann als Zeichen für die wirtschaftliche Stärke Seesens, erteilt aber Fusionswünschen eine klare Absage. Eine engere Zusammenarbeit soll künftig mit den Gemeinden Langelsheim und Lutter erfolgen. Dort sieht Erik Homann große Möglichkeiten. Vor allem im Bereich des Tiefbaus und des Winterdienstes sind Kooperationen angedacht. „Die Verwaltung hat hier ihre Hausaufgaben gemacht. Die Haushaltskonsolidierung wurde frühzeitig in Angriff genommen, Seesen kann investieren. Es wurde nicht erst abgewartet, bis es zu spät war. Das ist verantwortungsvolle Politik“, lobt der gebürtige Holzmindener.
Eine Politik, die Erik Homann fortsetzen will beziehungsweise in den letzten Jahren als Erster Stadtrat bereits mitgeprägt hat. Götz und Schünemann sind sich einig, dass Homann die besten Voraussetzungen hat, um ein guter Bürgermeister zu werden. Eine Einschätzung, die Homann selbstverständlich stolz macht. Götz sagt dazu, dass Erik Homann den Blick von außen hat und lange genug in der Stadt lebt und arbeitet, um die internen Abläufe und Befindlichkeiten zu kennen. „Die Familie Homann ist ein Erfolgsmodell. Die leben uns vor, dass beruflicher Erfolg und Familie miteinander vereinbar sind. Unsere Politik soll genau das unterstützen“, erklärt der Landtagsabgeordnete.
Auch aus wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Sicht sieht Schünemann Seesen in einer verhältnismäßig komfortablen Situation. „Die Verkehrsanbindung ist spitzenmäßig. Das ist ein großer Pluspunkt bei der Vermarktung von Gewerbegebieten“, findet der Innenminister. Erik Homann stimmt damit überein und will Gewerbetreibende mit niedrigen Standortkosten, gut ausgebauten, attraktiven Gewerbegebieten mit schneller Internetverbindung und einer flexiblen Verwaltungsstruktur anlocken.
Als besonders wichtig bewerten die drei Christdemokraten die weitere Verbesserung der Bildungseinrichtungen. Homann kann in diesem Bereich auf eigene Erfahrungen zurückgreifen. Seine Kinder besuchen die Kindergärten und Schulen der Stadt. Die Verhältnisse kennt er also nicht bloß aus Erzählungen Dritter. Einen besonders hohen Stellenwert messen die Politiker den Bildungseinrichtungen auch in Bezug auf die Ansiedlung neuer Unternehmen und Betriebe bei. „Die Nachfrage nach gut ausgebildeten jungen Leuten wird weiter steigen. Deshalb ist es enorm wichtig, diese Bedürfnisse erfüllen zu können, denn die Unternehmen orientieren sich bei der Standortwahl auch nach dem Angebot an Arbeitskräften. An guten Schulen und Kindergärten führt also kein Weg vorbei“, ist sich der Innenminister sicher.
Rudolf Götz machte sich in diesem Zusammenhang nochmals für die Gründung einer Oberschule im Stadtgebiet Seesen stark. Der Landtagsabgeordnete ist vom Konzept der Landesregierung überzeugt. „Im Kreis Goslar werden fünf Oberschulen gegründet. Vier sofort und eine etwas später. Und das geschieht hier unter der Regie einer Regierung aus SPD und FDP. Das spricht doch für das tolle Konzept der CDU“, sagt Götz.
Und zum Abschluss gab Schünemann allen Bürgern und Wählern der Stadt Seesen noch einen wichtigen Hinweis: „Wer Erik Homann wählt, macht keinen Fehler. Er bringt alles mit, was es für dieses Amt braucht. Er ist fit in der Verwaltung und weiß als Volljurist Spielräume zum Wohle der Gemeinde auszunutzen.“