Schützen wollen Werbung in eigener Sache betreiben

Während der Delegiertentaggung des KSV Gandersheim wurden zahlreiche Schützen – auch aus der Region Seesen – mit Ehrennadeln bedacht. (Foto: Ebersberger)

Delegiertentagung beim KSV Gandersheim fand in diesem Jahr in Greene statt / Ehrungen und Wahlen durchgeführt

Der Vorstand um den ersten Vorsitzenden Axel Ambrosy hatte jetzt alle Delegierten des Kreisschützenverbandes Gandersheim zur alljährlichen Versammlung eingeladen. Dieser folgten dann auch immerhin 112 von 160 Offiziellen sowie rund 50 Gäste. Die Tagung begann mit dem Fahneneinmarsch der anwesenden Vereine. Musikalisch umrahmt wurde dies durch den Hörnerzug Lutter unter der Leitung des Musikleiters Jürgen Künzel.
Nach diesem zünftigen Auftakt gedachte man zunächst bei der Totenehrung der verstorbenen Mitglieder des KSV und des NSSV (Niedersächsischen Sportschützenverband). Anschließend eröffnete Axel Ambrosy die Versammlung. Er bedankte sich hier zunächst bei dem gastgebenden Verein SV Greene für die Bereitstellung und Dekoration der Räumlichkeiten, und dann auch den anwesenden Mitgliedern für ihr Erscheinen.
Denn trotz des frühen Sonntagvormittags hatten alle, bis auf zwei Vereine, die zum Teil recht lange Anreise nach Greene geschafft. Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit und Genehmigung der Tagesordnung sowie Genehmigung des Protokolls der Delegiertenversammlung des Jahres 2012, folgten die Berichte des erweiterten Vorstandes. Axel Ambrosy erläuterte hier zunächst einige Zahlen zur aktuellen Mitgliederstatistik. So lässt sich zusammenfassend sagen, dass der KSV mit derzeit 1983 Mitgliedern in 23 Vereinen im Vergleich zum Vorjahr zwar wieder 66 Mitglieder verloren hat, dass aber der Mitgliederschwund nicht mehr so stark ist, wie noch in den Jahren zuvor.
Es müsste, so Ambrosy, mehr positive Werbung für den Schießsport gemacht werden. Hierzu zählen auch Veranstaltungen wie die jüngst durchgeführte Aktion „Ziel im Visier“, bei der sich die Vereine innerhalb eines Tages der offenen Tür der breiten Öffentlichkeit vorstellen konnten. „Gemeinsam zum Erfolg“, so sei die Devise. Insgesamt sei der KSV aber durchaus ein erfolgreicher Sportverband, auf den man mit Recht stolz sein dürfe.
Anschließend gab Jugendleiter Jonas Göbhardt einen kurzen Einblick in die Aktivitäten und Erfolge der jugendlichen Schützen. Schatzmeister Karl-Heinz Volkmer gab dann einen detaillierten Bericht über die Ausgaben und Einnahmen des Jahres 2012. Er lobte die allgemeine Sparsamkeit, aber auch die Sinnhaftigkeit der Ausgaben, so dass insgesamt ein Überschuss erwirtschaftet werden konnte. Besonders erfreulich und damit nennenswert sei im vergangenen Jahr die Zahlungsmoral der Vereine gewesen, so dass kaum Arbeit und Kosten für Mahnungen angefallen seien.
Die Kassenprüfer Hartmut Kolle und Henning Hempel bestätigten ihm dann auch eine vorbildliche und einwandfreie Führung der Kasse, so dass die Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstandes beantragt und genehmigt wurde.
Der nächste Punkt auf der Tagesordnung zählt wohl zu den angenehmsten auf einer Sitzung, nämlich die Ehrung verdienter Mitglieder mit den Nadeln des KSV und des NSSV in Bronze, Silber und Gold. Anschließend hatten die Anwesenden die Möglichkeit sich über das neueste Equipment im Schießsport zu informieren oder einfach nur ein wenig zu verschnaufen, und sich auf das Kommende zu freuen.
Denn wie Axel Ambrosy bereits zu Beginn der Veranstaltung andeutete, folgte nun ein Punkt auf der Tagesordnung, dem er mit besonders freudiger Erwartung entgegenblickte. Nachdem nämlich die Ämter des 2. Schießsportleiters und des Pressewarts bereits seit geraumer Zeit unbesetzt waren, konnten der Versammlung nun endlich geeignete Kandidaten präsentiert werden.
Die Schießsportliche Abteilung wird in Zukunft von Jens Großmann, der dem Vorstand schon seit einigen Monaten beratend zur Seite gestanden hat, unterstützt. Der Posten des Pressewarts ist ein besonders im Hinblick auf die Werbewirksamkeit des Schießsports wichtiges Amt und wird in Zukunft von Dorothea Uthe-Meier bekleidet.
Als neue Kassenprüfer rücken Henning Hempel und Uwe Regber nach. Bei den anderen Ämtern des Vorstandes kam es zu einstimmigen Wiederwahlen. Anschließend erfolgten die Genehmigung des Haushaltsvoranschlages 2013 und die Veränderungsmeldungen bezüglich des Datenschutzes.
Nach diesem trockenen Stoff übernahm Peter Wiegmann zusammen mit dem neuen 2. Schießsportleiter Jens Großmann die Ehrung der Rundenwettkampfsieger und Kreismeister. Zugegebener Maßen war dieser Teil der Veranstaltung obgleich durchaus feierlich auch ein wenig lang für den ein oder anderen Zuhörer.
Die allmählich um sich greifende Lethargie wurde doch aber spätestens durch die prosaische Rede des scheidenden dritten Jugendleiters Dominik Keller beseitigt.
Er bedankte sich nicht nur für die gemeinsame Zeit, sondern stellte auf überzeugende Weise die Wichtigkeit der Jugend für den Schießsport dar. Er lobte die engagierten Vereine, und holte mit seiner ergreifenden Rede, in der er den Mitgliederschwund als „Feind, der bekämpft werden müsse“ betitelte, wohl auch den letzten Zuhörer in das Geschehen zurück.
Nach dieser aufwühlenden Ansprache erfolgte die gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsbelehrung zum richtigen Umgang mit Sportwaffen.
Als letztes Highlight lag ein Antrag des SV Heckenbeck vor, der aufgrund seines 50-jährigen Jubiläums das Kreisschützenfest 2014 ausrichten möchte. Nach einstimmigem Beschluss gab der erste Vorsitzende Ingo Stenz schon einmal einen Ausblick auf die Feierlichkeiten, und erntete damit viel Zuspruch.