Schulprobleme lösen den größten Beratungsbedarf aus

„Schul- und Ausbildungsprobleme“ lösen weiterhin den größten Beratungsbedarf aus. (Foto: istockphoto/Tomwang112Goslar)

Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (BEKJ) des Landkreises Goslar legt Tätigkeitsbericht für 2016 vor

Nur ganz knapp ist die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (BEKJ) des Landkreises Goslar im vergangenen Jahr an der Marke von 1.000 Ratsuchenden vorbeigeschrammt.

Insgesamt waren es 996 Familien, die sich 2016 an eine der drei Beratungsstellen der BEKJ wandten. Dies geht aus dem nun veröffentlichten Tätigkeitsbericht hervor, der neben statistischen Daten auch weitere Informationen rund um die Arbeit der BEKJ enthält.
Laut Diplom-Psychologin Claudia Brümmer, Leiterin der BEKJ im Landkreis Goslar, entsprechen die Fallzahlen einem Anstieg von rund zwölf Prozent im Vergleich zum Jahr 2015. „Die hohe Nachfrage nach unseren kostenlosen Beratungsangeboten werten wir auch als Bestätigung für die Qualität unserer Arbeit, und das motiviert uns natürlich nochmal doppelt“, so BEKJ-Leiterin Claudia Brümmer.
Am häufigsten werden die Beratungsstellen, die sich in Goslar, Clausthal-Zellerfeld und Bad Harzburg befinden, von Familien mit Kindern im schulpflichtigen Alter aufgesucht. Daraus leitet sich auch der Hauptgrund ab, weshalb sich Familien an die Fachleute der BEKJ wenden. Denn weiterhin lösen „Schul- und Ausbildungsprobleme“ den größten Beratungsbedarf aus, weiß Diplom Psychologin Brümmer: „Schulprobleme sind belastend und sehr vielschichtig. Neben Problemen im Lern- und Arbeitsverhalten können Schulängste und Schulunlust ebenso eine Rolle spielen. Bei Verdacht auf eine so genannte Teilleistungsstörung oder AD(H)S werden meist testdiagnostische Untersuchungen durchgeführt.“
Großer Beratungsbedarf geht ferner mit der Trennung und Scheidung der Eltern einher. „Für die Eltern und Kinder verändert sich vieles, wenn eine Trennung erfolgt“, berichtet Brümmer, „und leider können die Herausforderungen, die durch die neue Lebenssituation entstehen, nicht immer allein bewältigt werden.“
Einerseits, so erleben es die Experten der BEKJ in ihrer täglichen Arbeit, suchen Eltern Unterstützung bei der Überwindung emotionaler, kommunikativer und organisatorischer Probleme. Andererseits benötigen oftmals aber auch die Kinder einen neutralen, außenstehenden Ansprechpartner um ihre Ängste, Sorgen und Fragen zu thematisieren.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 18. Juli 2017.