Schusswechsel in Salzgitter

Die Ermittlungen dauern an

Die bisherigen Ermittlungen zum Schusswechsel am gestrigen Dienstag haben ergeben, dass der Täter nach Einschlagen einer Scheibe in das betroffene Haus eingestiegen ist, dort Wertgegenstände, Trauerkarten und Bargeld an sich genommen und mit der Beute das Haus verlassen hat.

Da Anwohner die Polizei über eine verdächtige Person in dem Haus informiert hatten, erschienen Polizeibeamte vor Ort. Zwischen einem von ihnen, der die Flucht des Täters verhindern wollte, und dem Tatverdächtigen kam es zu einem Gerangel, in dessen Verlauf sich mehrere Schüsse lösten. Der Polizeibeamte erlitt eine Schussverletzung am Arm, der Tatverdächtige eine Verletzung am Hals. Beide mussten operiert werden und konnten bisher nicht vernommen werden.
Da die kriminalistische Erfahrung für die Beteiligung eines weiteren Täters sprach, wurde das Haus mit Hilfe von Beamten des SEK durchsucht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete das Amtsgericht auch die Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen an. Diese führte nicht zur Ergreifung eines Mittäters, auch eine Waffe oder Beute aus gleichgelagerten Taten wurde nicht gefunden. Dem Beschuldigten konnte aufgrund des Gesundheitszustands nach der Operation erst heute die Festnahme ausgesprochen werden. Es ist noch nicht abschließend entschieden, ob der Erlass eines Haftbefehls beantragt wird.
Zurzeit dauert die Spurensicherung am Tatort an. Ferner wird eine rechtsmedizinische Untersuchung der Verletzten sowie eine waffentechnische Untersuchung durchgeführt.