Schwarz-weißer Sonnenuntergang

Walter Sorge lobte im Gespräch mit Redaktions-Volontärin Corinna Herzog das Layout des „Beobachter“ sowie die Nähe der Redakteure zu den Lesern. „Das kommt gut an, aber Sie dürfen ruhig noch etwas kritischer sein!”

Bunter Themenmix bei „Redaktion vor Ort” / Lob für und Kritik am „Beobachter“

Zum fünften Mal hatte die „Beobachter“-Redaktion am vergangenen Donnerstag zur Veranstaltungsreihe „Redaktion vor Ort“ in das Café „Sieben Türme“ eingeladen. Neben Beschwerden über das Verkehrskonzept in Seesen gab es diesmal auch Lob und Kritik für den „Beobachter“.

Mit von der Partie war zum wiederholten Male Wilhelm Schöbel, Vorsitzender der Verkehrswacht Seesen/Langelsheim. Er merkte an, dass er sich bei größeren Veranstaltungen oftmals mehr Pressepräsenz wünsche. „Ich gebe ja selbst oft Informationen an den„Beobachter“ weiter und das auch sehr gerne. Manchmal wünsche ich mir jedoch schon, dass ein Redakteur vor Ort wäre, da der das ein oder andere Mal doch mehr Ahnung hat“, so Schöbel. Weiter wünsche er sich, dass die „Redaktion vor Ort“ auch in Zukunft fortgeführt werden solle. Sein Vorschlag war, die Sprechstunde zukünftig einmal im Monat zu veranstalten.
Ein weiteres Thema, das für Gesprächsstoff sorgte, war die Straßenbeleuchtung in Seesen. So bemängelte „Dauergast“ Günter Voß die unzureichende Ausleuchtung des Fußgängerüberweges in der Lautenthaler Straße/Harzstraße. Seiner Meinung nach wären Fußgänger für Autofahrer nach Einbruch der Dunkelheit an dieser Stelle nur sehr schwer erkennbar, wenn sie an dem Zebrastreifen stehen beziehungsweise diesen überqueren. Der Fußgängerüberweg in der Marktstraße/Rosenstraße sei jedoch laut Voß im Gegensatz dazu sehr gut beleuchtet.
Walter Sorge machte seinem Ärger über die Verkehrsbeschilderung Luft: „Wenn man von der Bahnhofstraße in die Poststraße fahren möchte, sieht man die dort aufgestellten Schilder nicht. Es ist also kein Wunder, dass hier alle zu schnell fahren.“
Laut Sorge brauche Seesen endlich mal ein vernünftiges Verkehrskonzept. An zahlreichen Stellen würden sich Autofahrer gar nicht erst um die Verkehrsregelung scheren, da sie wissen, dass bestimmte Bereiche nicht überwacht werden.
Sorge hatte aber auch Lob für den „Beobachter“ über: „Das Layout finde ich wirklich sehr übersichtlich und schön.“ Jedoch wünsche er sich oftmals mehr Farbfotos. „Wenn ich auf der Zeitungsseite ein Foto von einem Sonnenuntergang sehe und es ist in schwarz-weiß, dann kann ich mir das Bild auch gleich sparen“, kritisierte er.
Für die samstäglich im „Beobachter“ erscheinende „Buschtrommel“ sowie die Kinderseite „Klaro & Safaro“ hatten alle Anwesenden großes Lob über. Ebenfalls positiv bewertete Sorge die Bürgernähe der Zeitung: „Der „Beobachter“ ist wirklich eine lesernahe Zeitung. Man merkt die Bemühungen der Redakteure, immer nah am Bürger dran zu sein.“
Natürlich kam auch wieder das Thema „Aktuelle Verkehrssituation in der Marktstraße“ zur Sprache. Hier hätten sich Sorge und Voß eine ausgiebigere Berichterstattung gewünscht.