Schweißarbeiten an Auto lösen Großfeuer in Rhüden aus

Bei Arbeiten mit einem Schweißgerät am Fahrzeug auf der Hebebühne, kam es zur Explosion. Mechaniker blieb unverletzt.

Bilanz: Mehr als 120 Kräfte im Einsatz, über 100.000 Euro Sachschaden – ein Feuerwehrmann leicht verletzt

Seesen/Rhüden (am). Ein Feuer hat am Pfingstsonntag eine private Autowerkstatt in Rhüden verwüstet. Schweißarbeiten an einem VW-Polo waren die Ursache für das Großfeuer in einer Halle am Schlörbach 18. Bereits seit 6 Uhr in der Früh hatte dort der 39-jährige Mieter in der Halle gearbeitet. In der Halle hat sich der Mieter vor zwei Jahren eine eigene kleine private Werkstatt eingerichte,t um an Autos „zu schrauben“. Gegen 9 Uhr erledigte er Arbeiten mit einem Schweißgerät am Fahrzeug, das auf der Hebebühne stand, als es zur Explosion kam.
„Ich habe gerade Blecharbeiten am Polo durchgeführt als der Tank explodierte, erklärte der Mieter gegenüber dem Beobachter. „Nachdem ich realisiert habe was passiert war, habe ich mit einem Feuerlöscher versucht den Brand selbst zu löschen, aber da war nichts mehr zu machen“, fuhr er fort. Anschließend informierte er seinen Vater und setzte den Notruf 112 ab.
Wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte am Schlörbach ein. Bereits aus weiter Entfernung war die Rauchsäule in Rhüden gut zu erkennen. Insgesamt drei Löschwasser-Entnahmestellen wurden aufgebaut, dazu zwei B- und zwei C-Rohre eingesetzt. Mehr als 120 Kräfte der Wehren aus Rhüden, Seesen, Bornhausen, Mechtshausen und Kirchberg sowie der Rettungsdienst, DRK und Polizei waren im Einsatz. Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke und Kreisbrandmeister Uwe Borsutzky verschafften sich einen Überblick der Lage vor Ort. Die eingesetzten Löschzüge konnten ein Übergreifen des Feuers auf nebenliegende Gebäude verhindern. Die Feuerwehr setzte acht Trupps mit schwerem Atemschutzgerät zur Brandbekämpfung ein. Ein Feuerwehrmann erlitt leichte Verletzungen und wurde mit Kreislaufproblemen vom DRK versorgt.
"Als ich hier eintraf, brannte die Werkstatt bereits in voller Ausdehnung. Vorn und hinten stieg bereits dunkler Rauch aus dem Dach auf." erklärte Einsatzleiter Timo Hurlemann. Die Werkstatt mit insgesamt drei Fahrzeugen, davon eines auf der Hebebühne, sowie Großteile des Daches fielen den Flammen zum Opfer. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen dürfte der Schaden bei über 100.000 Euro liegen.