Seesen ist Glücksspielstadt Nummer eins

In keiner anderen Stadt Niedersachsens ist die Dichte von Geldspielautomaten so hoch wie in Seesen. Die Anzahl und Verfügbarkeit solcher Geräte kann Einfluss auf die Zahl von Suchterkrankungen haben, sagt die Sozialpädagogin Katja Bosse vom Lukas-Werk Goslar. (Foto: Knoblich)

In keiner anderen Kommune Niedersachsens ist die Dichte von Glücksspielautomaten so hoch wie hier

Seesen ist zwar von Zockerhochburgen wie Las Vegas oder Atlantic City noch weit entfernt, doch in Sachen Glücksspiel ist die Sehusastadt schon jetzt ein trauriger Rekordhalter. Seesen ist nämlich die Glücksspielstadt Nummer eins in Niedersachsen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Diplom-Sozialpädagogen Jürgen Trümper, Leiter des Arbeitskreises Spielsucht, der die Anzahl der Geldspielautomaten in Relation zur Einwohnerzahl gesetzt hat.
Seinen Berechnungen zufolge entfällt in Seesen auf rund 137 Einwohner ein Geldspielgerät. Die Spielgerätsdichte liegt damit nicht nur deutlich über dem Durchschnitt des Landes Niedersachsen, sondern überbietet auch den Bundesdurchschnitt.
Zum Vergleich: der Bundesschnitt liegt bei einem Spielgerät pro 378 Einwohnern und der niedersächsische Landesschnitt bei 325 Einwohnern pro Glücksspielautomat.
Seesen steht mit dieser traurigen Entwicklung aber nicht alleine da. Auch in Städten wie Goslar und Osterode am Harz ist Glücksspiel gemessen an der Automatendichte offensichtlich ein einträgliches Geschäft. Goslar belegt in der Statistik von Jürgen Trümper den 22. Platz mit einem Geldspielgerät pro 214 Einwohnern, Osterode (Platz 13) toppt das mit einem Glücksspielautomaten pro 194 Einwohnern.


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