Seesen und Bad Gandersheim wollen zusammenrücken

Bereitschaft der Zusammenarbeit signalisiert / Treffen der Verwaltungsspitze

Die Verwaltungsausschüsse und leitende Mitarbeiter der Stadt Bad Gandersheim und der Stadt Seesen kamen jetzt zu einem Meinungsaustausch im Bad Gandersheimer Rathaus zusammen.

Seesen / Bad Gandersheim (kns). Unter Leitung der beiden Bürgermeister Hubert Jahns (Seesen) und Heinz-Gerhard Ehmen (Bad Gandersheim) wurde die grundsätzliche Bereitschaft einer zukünftigen zielgerichteten interkommunalen Zusammenarbeit abgefragt. Beide Nachbarstädte sehen die Entwicklung, dass die Erbringung der vielschichtigen kommunalen Dienstleistungen zukünftig mehr noch als bisher durch Formen von nachbarschaftlichen Kooperationen geprägt sein wird. Das wird durch das Land Niedersachsen propagiert und begründet sich zudem durch die Finanznöte von Städten und Gemeinden vor dem Hintergrund der Aufrechterhaltung und Verbesserung ihrer Leis­tungsfähigkeit. Man war sich einig, dass über gewachsene his­­to­rische Anbindungen der beiden Nachbarstädte bereits aus Zeiten des Herzogtums Braunschweig und der gemeinsamen Kreis-Zugehörigkeit von 1833 bis 1977 eine Reihe von Anknüpfungspunkten vorhanden sind. Dazu gehören neben vielerlei Gemeinsamkeiten und bereits bestehenden Kooperationen außerhalb der kommunalen Verwaltungsebene auch die beiderseitigen touristischen und gesundheitstouristischen Potenziale, die bereits gemeinsam unter der Dachmarke des Harzer Tourismusverbandes zielgerichtet angeboten und vermarktet werden.
Es zeichnete sich ab, dass beide Verwaltungsausschüsse der Aufnahme und dem zielgerichteten Ausbau einer künftigen Zusammenarbeit aufgeschlossen gegenüberstehen. Die interkommunale Gesprächsrunde verständigte sich darauf, die Möglichkeiten für einen Einstieg einer interkommunalen Zusammenarbeit zu prüfen und entsprechende Vorschläge den politischen Entscheidungsträgern vorzulegen.