Seesener (20) zeigt Reue

Nach Drogenkauf und Diebstahl vor dem Amtsgericht gelandet

Am gestrigen Dienstagvormittag musste sich ein 20-jähriger Seesener vor dem Amtsgericht verantworten. Ihm wurde Diebstahl und der Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz zu Last gelegt. Er soll, so der Tatvorwurf, im November des letzten Jahres in Goslar ein Gramm des Betäubungsmittels Marihuana von Unbekannten erworben haben. Der junge Mann gestand seine Tat ohne Umschweife ein.
Aufgrund vieler persönlicher „Schicksalsschläge“ war er zeitweilig aus der Bahn geworfen, hatte nach eigenen Angaben ein gehöriges Problem mit Alkohol und hat außerdem regelmäßig die illegale Droge konsumiert, die er in Goslar oder am Hildesheimer Bahnhof kaufen konnte.
Gleichzeitig gab er an, dass er nunmehr seit drei Monaten clean sei. Auch die zweite Straftat, den erwähnten Diebstahl, leugnete der Beschuldigte nicht. Am 8. Dezember eignete er sich mit einem Bekanntem unterschiedliche Lebensmittel in einem Seesener Supermarkt an. Als Grund nannte der junge Mann, der derzeit von Hartz-4 lebt, dass er zu diesem Zeitpunkt kein bisschen Geld und auch kein bisschen Essen mehr hatte. Damit war der Fall, beziehungsweise die beiden Fälle, relativ schnell geklärt. Auch vom Alkohol habe er mittlerweile abgeschworen und will versuchen, sein Leben nun wieder in den Griff zu kriegen. Im Gerichtssaal zeigte der junge Mann jedenfalls Reue.
Im Urteil ordnete Richter Rolf Stratmann in der Strafsache dem Angeklagten 60 gemeinnützige Arbeitsstunden an. Zusätzlich muss er sich einerseits einer Betreuung des Vereins für Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit und Prävention „Seesener Brücke“ unterziehen und andererseits monatliche Urinkontrollen abgeben, die überprüfen sollen, ob er tatsächlich „clean“ ist.