Seesener Hauptschüler sind um den Umweltschutz bemüht

Die Schüler der Hauptschule zusammen mit Vertretern des Nette-Ausbauverbandes, Bürgermeister Hubert Jahns, Schulleiter Eberhard Hey und der zuständigen Lehrerin Dr. Anke Wölker. (Foto: Strache)

Ergebnisse einer Gewässeruntersuchung sind jetzt auf Schautafeln zu sehen

Seit dem Jahr 2003 kann sich die Hauptschule Seesen mit dem Titel „Umweltschule in Europa“ schmücken. Dass dieser Titel nicht von alleine kommt, beweisen die Schüler der Lehranstalt jedes Jahr aufs Neue.

Von Maximilian Strache

Seesen. Dr. Anke Wölker ist stolz auf ihre Schüler. Das ist ihr deutlich anzumerken, als sie gestern gemeinsam mit ihren Schützlingen, Bürgermeister Hubert Jahns, Schulleiter Eberhard Hey und Heinrich Meyer, Verbandsvorsteher des Nette-Ausbauverbandes, die Informationstafeln an der Seckau präsentierte. Finanziert wurden die Tafeln durch EU-Finanzmittel.
Meyer machte in einer kurzen Ansprache deutlich, dass die Schüler mit ihrer Gewässeruntersuchung einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Gewässer beitragen. Während einer Projektwoche zum Schuljahresende 2009 untersuchten die Schüler die Seckau an zwei Standorten. Zum einen den unteren Bereich vor der Kläranlage und zum anderen den oberen frisch renaturierten Bereich des Baches. Zusätzlich wurden weitere Daten im Bereich der jungen Schildau ermittelt. Besonders wichtig war im Zuge der Untersuchungen die Erkenntnis, dass die Vielfalt an Organismen je nach Jahreszeit unterschiedlich ist. Zudem kann sich die Wasserqualität im Laufe der Zeit verbessern oder verschlechtern.
Die Schüler konnten feststellen, dass die Seckau im untersuchten unteren Bereich ein sauberes Fließgewässer ist. Im Schnitt hat der Bach eine breite von 2.30 Meter und ist an manchen Stellen bis zu 1.30 Meter tief. Die Ufer sind mit Eschen, Weiden und Erlen bewachsen.
Bei der Untersuchung des renaturierten Bachlaufes stellten die jungen Forscher deutlich schlechtere Werte fest. Dies führten sie darauf zurück, dass die Natur noch nicht genügend Zeit hatte, seine ursprüngliche Fauna und Flora zu entwickeln. Die junge Schildau wies hingegen in allen Bereichen Bestnoten auf. Während der Untersuchungen kamen die Schüler auch auf den Klimawandel zu sprechen und diskutierten welche Möglichkeiten bestehen, den Wandel zu bremsen.
Zu den weiteren Projekten der Schule gehört ein Waldlehrpfad. Unter anderem wurde gemeinsam mit der Waldarbeiterschule Münchehof ein Insektenhotel, ein Barfußpfad sowie zwei Vogelbeobachtungsstationen errichtet.
Bürgermeister Hubert Jahns bedankte sich bei den Schülern für die hervorragende Arbeit und den Einsatz zum Schutz der Umwelt. Die Schautafeln an der Seckau sind direkt am Wegesrand (hinter der „sehusa-wasserwelt“) angebracht. Dort können sich interessierte Spaziergänger über die Ergebnisse der Untersuchungen umfassend informieren. Der Nette-Ausbauverband hat der Schule aus Anerkennung für das Engagement einen Umweltkoffer gestiftet.