Seesener Jäger bleiben eigenständig

Erfolgreiches Projekt der Jägerschaft Seesen: Die Wildwarnreflektoren wurden zwischen Seesen, Lutter und Langelsheim beidseitig der Straße an den Leitpfosten montiert. Sie reflektieren in verschiedenen Farben abseits der Straße, dadurch kann sich das Wild nicht daran gewöhnen. Das Wild soll durch die Reflexion des Scheinwerferlichtes vom Straßenrand vertrieben werden. (Foto: Knoblich)

Kritische Töne bei der jüngsten Mitgliederversammlung / Ein Projekt soll landkreisweit realisiert werden

Es war der Aufreger des vergangenen Jahres bei der Jägerschaft. Die Seesener fühlten sich etwas überrumpelt, denn plötzlich stand eine mögliche Fusion zwischen der Jägerschaft Goslar und Seesen im Raum. Grund dafür war die Suche nach einem neuen Vorsitzenden für die Goslarer Jäger, denn eine Lösung war nicht in Sicht. „Wir hatten uns der Sache angenommen, es gab Gespräche, doch keinen gemeinsamen Nenner“, fasste Achim Engel, Vorsitzender der Jägerschaft Seesen, die geführten Diskussionen zusammen. Akuter Handlungsbedarf besteht derzeit ohnehin nicht. Kreisjägermeister Günther Heuer sagte während der Mitgliedersitzung der Jägerschaft Seesen, dass Hans Hesse, 1. Vorsitzender der Goslarer, noch zwei Jahre weitermacht und eine Nachfolger einarbeitet. Beide Jägerschaften bleiben somit eigenständig.

Stärkere Frequentierung des Schießstandes

Mit den gesetzlichen Neuerungen haben alle zu kämpfen. Die stoßen laut Achim Engel nicht auf allzu viel Gegenliebe. Kritische Worte richtete er an die Politik, ohne hier konkrete Verantwortliche beziehungsweise Schuldige zu benennen. „Die Auswirkungen, die uns jagdpolitisch aufgezwungen werden, sind enorm“, so der 1. Vorsitzende. Im Kern soll es bei der Novellierung des Niedersächsischen Jagdgesetzes um die Aufhebung des Verbots von Schalldämpfern, die verpflichtende Einführung von bleifreier Munition und die Einführung eines Schießübungsnachweises gehen. Letzteres ist kein Leistungsnachweis. Bisher reichten drei Schuss aus, nunmehr fordern einige Landesforsten die Keilernadel für die sogenannte Bewegungsjagd. Fünf Schuss in einem hochwildtauglichen Kaliber auf den laufenden Keiler, wovon zwei Schüsse in den Ringen sein müssen, heißt es in den Vergaberichtlinien für Treuenadeln und Verdienstabzeichen der Landesjägerschaft Niedersachsen über die Bedingung der Keilernadel. Dafür muss verstärkt geübt werden. Hier sieht Achim Engel eine erhöhte Frequentierung auf den Schießstand „Am Schweinsrücken“ in Seesen zukommen. Der Vorsitzende geht von 80 Prozent mehr aus. Früher schossen mittwochs und freitags insgesamt acht Jäger. Heute müssen die Seesener teilweise Jäger nach Hause schicken, weil der Schießstand so stark frequentiert ist. „Es kann ja auch nicht sein, dass woanders Schießstände geschlossen werden, und die Jäger jetzt alle zu uns kommen“, sagte Achim Engel.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe vom 15. März 2017.