„Seesener Sehusa-Schule ist Deutscher Meister“

Tolle Leistung! Die Buddys der Sehusa-Schule können wirklich stolz auf ihre Arbeit sein. So ein Preis ist nicht alltäglich.
 
Für ihr Engagement bekamen die Buddys als Dankeschön Jacken und Blumen überreicht. Jutta Sengpiel (links) gratuliert einem Buddy. (Hinten von links): Die Buddy-Lehrerinnen der Sehusa-Schule Kerstin Linde und Jutta Bruhne.

Schüler gewinnen bundesweiten Buddy-Wettbewerb - Erstmalig erringt eine Förderschule diesen Preis

„Die Seesener Sehusa Schule ist Deutscher Meister.“ So drückte es zumindest Jutta Sengpiel, Projektleiterin des „Buddy-Programms“, im Rahmen der Preisverleihung für das beste Buddyprojekt im Monat August aus. Die Buddys der Seesener Förderschule haben sich in einem bundesweiten Wettbewerb gegen äußerst starke Konkurrenz behauptet.

Unter dem Motto: „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen“, ist das Buddy-Programm schon lange fest im Schulalltag verankert. Die Schüler können sich auf freiwilliger Basis zu so genannten Buddys ausbilden lassen. In dieser Funktion übernehmen sie verschiedene Aufgaben im Schulalltag. Die Buddys unterstützen ihre Mitschüler und sind in unterschiedlichen Situationen für sie da.
Kerstin Linde und Stephanie Bruhne sind die Buddy-Lehrerinnen an der Sehusa Schule. Mit viel Engagement und Kreativität haben sie einen großen Anteil an dem Erfolg. Erstmalig in der Geschichte des Buddy-Programms ist es einer Förderschule gelungen den prestigeträchtigen Titel zu gewinnen.
„Wir sind sehr stolz auf diesen Preis, und freuen uns sehr dieses gemeinsam feiern zu dürfen“, so Schulleiterin Dörthe Niebaum. Neben den Schülern konnte Niebaum Regierungsschuldirektor Klaus-Michael Solf, den ersten Kreisrat Hans-Rudolf Segger und die Projektleiterin Jutta Sengpiel begrüßen. „Ohne ihr Engagement und ihre Unterstützung wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen“, dankt Niebaum den Verantwortlichen aus Politik und von der Landesschulbehörde Braunschweig.
Die Buddys der Sehusaschule sind besonders zu den Zeiten akitv, in denen die anderen Schüler frei haben, nämlich in den Pausen. So gibt es zum Beispiel das Projekt „Regenpausengestaltung“, für das extra ein Buddy-Raum gestaltet wurde. Verschiedene Spiele, Mal- und Bastelsachen sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt, und die Kinder einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen.
Jüngere Schüler aus den ersten bis vierten Klassen werden von den Buddys aus ihren Klassen abgeholt und bis zum Ende der Pause betreut. „Besonders schön finde ich, wenn ich merke, dass die kleinen Kinder mich mögen und dass sie mich auch in den anderen Pausen ansprechen, wenn sie etwas bedrückt“, erzählt die 13-jährige Natalie. Sie besucht die siebte Klasse der Schule.
Um die Kinder auch bei schönem Wetter sinnvoll zu beschäftigen, haben die Buddys außerdem eine Spielausleihe organisiert. Die 16-jährige Yvonne, erklärt, dass sie zweimal die Woche Pausendienst hat. Es wird immer im Duo gearbeitet. Gegen einen geringen Pfand verleihen sie die Spiele an ihre Mitschüler.
Über die Pausengestaltung hinaus kümmern sich die Buddys auch um das leibliche Wohl ihrer Mitschüler. Dreimal in der Woche helfen sie bei der Organisation des „gesunden Frühstücks“. Dort achten sie besonders darauf, dass bestimmte Regeln eingehalten werden. Die Schüler sind beispielsweise dazu angehalten, ihr gebrauchtes Geschirr wieder zurückzubringen. Die 13-jährige Angelique kümmert sich dabei vor allem um die jüngeren Schüler: Ich helfe den Kleineren bei der Essensauswahl und passe auf, dass sie bei der Essenausgabe nicht weggeschubst werden.“ Und sollte es doch mal Gerangel bei der Frühstücksausgabe geben, ist das an der Sehusa-Schule auch kein großes Problem. Mediatoren stehen den Schülern zur Verfügung und schlichten etwaige Streitigkeiten.