Seesens Weihnachtswahrzeichen war nicht mehr zu retten

Dennis Obstoy kümmerte sich um die Fällung des Baumes.

Rund 70 Jahre alte Douglasie der Firma CROWN wurde gefällt / Einen Ersatz wird es geben

Wer an der Braunschweiger Straße bei der Firma CROWN vorbeifährt, wird die Lücke vielleicht schon bemerkt haben. Die gut 24 Meter hohe Douglasie musste am vergangenen Sonnabend gefällt werden. Seesen ist damit um ein Weihnachtswahrzeichen ärmer. Denn in der Vorweihnachtszeit wurde der 70 Jahre alte Baum mit Lichterketten geschmückt. Zudem wurde die Beleuchtung der Krone, die das ganze Jahr auf der Spitze befestigt war, zugeschaltet. Schon von Weitem war der Baum zu sehen. Eine Rettung war unmöglich.

Wind setzte dem Baum
über die Jahrzehnte arg zu

„Wir hatten zwei Fachleute da, beide kamen überein, dass der Baum gefällt werden muss”, sagt Christian Mohr, Brandschutzbeauftragter der Firma CROWN und Leiter der Werkfeuerwehr, im Gespräch mit dem „Beobachter”. Von Weitem sah die stattliche Douglasie noch ganz gut aus, doch aus der Nähe das komplette Gegenteil: Trockene und geknickte Äste, zudem hatte der Wind dem Baum in den vergangenen sieben Jahrzehnten derart zugesetzt, dass er instabil wurde. Laut Gutachter ging vom Baum eine Gefahr aus, über kurz oder lang drohte er umzufallen. „Da wir auch Publikumsverkehr auf dem Gelände haben und die Braunschweiger Straße hier verläuft, haben wir uns zur Fällung entschlossen”, sagt Christian Mohr. Schon jetzt hatte der Baum bei stürmichem Wetter oft gewankt. Nicht auszudenken, wenn er auf ein Auto oder sogar einen Passanten gefallen wäre.
„Die Douglasie ist ein Weichholz, das schnell wächst”, sagt Dennis Obstoy vom Garten- und Landschaftsbau Obstoy. Er kümmerte sich um die Fällung des Baumes. Ein Seil wurde in den Baum eingehängt, auf das Gelände sollte er fallen. Immer wieder nam Dennis Obstoy Maß, schaute sich die Fallrichtung an, bevor er die Motorsäge ansetzte. 10.30 Uhr ist am Sonnabend ein lautes Knacken zu hören, die Douglasie fällt in die berechnete Richtung. Zwei große blaue Container stehen für die Entsorgung bereit. Leider hat es auch die Krone aus Metall nicht überlebt.

Den gesamten Bericht lesen Sie in der gedruckten Ausgabe des „Beobachters" vom 24. Oktober 2017.