Sehusa-Schüler weichen in BBS aus

Am Mittwoch um 15.10 Uhr: Einen Tag vor Schulbeginn künden die Firmenfahrzeuge noch von reger (Bau-)Betriebsamkeit in der Sehusa-Schule.

Fertigstellung der Baumaßnahmen an der Sehusaschule verzögert sich voraussichtlich bis Ende August

„Die aktuell in der Seesener Sehusaschule laufenden Baumaßnahmen können trotz größter Anstrengungen leider nicht zum Beginn des neuen Schuljahres am morgigen Donnerstag, 4. August, abgeschlossen werden“.

Das teilte der Landkreis Goslar als Schulträger Mittwochnachmittag mit.
Wie der „Beobachter“ bereits mehrfach berichtete, dienen die umfangreichen Bauarbeiten in der Lehranstalt der Erweiterung um die Schulzweige „Geistige- (G-Zweig) und Körperlich-Motorische-Entwicklung (KM-Zweig)“.
Der ohnehin ehrgeizig gesteckte Zeitplan sei aufgrund unvorhersehbarer Schwierigkeiten nicht einzuhalten, hieß es seitens der Kreisverwaltung. So seien beispielsweise in der Baugrube des Aufzuges Fundamente vorgefunden worden, die in keinem der vorliegenden Bestandspläne verzeichnet waren. Dies führte unweigerlich zu Verzögerungen bei der Errichtung des Aufzugschachtes und bedingte zudem die Umverlegung der Nahwärmeleitungen für die Versorgung des Altbaus.
Erschwerend komme hinzu, dass es sich bei den Arbeiten an der Sehusaschule nicht um einen Neubau, sondern um eine Baumaßnahme im Bestand handele, die sehr umfangreich ausfalle, und aufgrund der Vielzahl und Verquickung der verschiedenen Gewerke unbedingte Termintreue aller Beteiligten erfordere. Dies habe jedoch nicht in allen Bereichen gewährleistet werden können.
Neben der Erneuerung der gesamten Sanitärinstallationen und der Erweiterung der Brandmeldeanlage sowie Teilen der Elektroinstallation, wurden die Klassenräume mit neuen Bodenbelägen ausgestattet und gestrichen. Darüber hinaus sind Räume für die „Nass- und Bewegungstherapie“ auszubauen und einzurichten. Ferner erhalten alle Unterrichtsräume des G- und KM-Zweiges jeweils eine Haushaltsküche.
In Abstimmung mit den Schulleitungen und der Landesschulbehörde werden die neuen Schülerinnen und Schüler des G- und KM-Zweiges zunächst in anderen Räumen des Schulgebäudes unterrichtet. Die höheren Jahrgänge des L-Zweiges, voraussichtlich der Klassenstufen sieben bis zehn, werden vorerst in Räumlichkeiten der Berufsbildenden Schulen in der Seesener Hochstraße beschult. Die erforderliche Schülerbeförderung ist organisiert.
Der Landkreis Goslar bedauere diese Unannehmlichkeiten, rechne aber mit einer Fertigstellung aller Baumaßnahmen an der Sehusaschule bis Ende August. An allen anderen Schulen, in denen in den Sommerferien saniert, repariert und renoviert wurde, würden die Arbeiten frist- und termingerecht abgeschlossen, hieß es.