Sehusafest: Neues Stadttor, größere Bühne, Zwei-Tage-Tickets

So sieht das 26 Meter breite neue Stadttor aus. (Foto: Elisabeth Paetz-Kalich)
 
Der „Rohbau“ steht: das neue 26 Meter breite „Stadttor“ wird beim Sehusafest 38 einen besonderen Blickfang darstellen. (Foto: Jung)

32000-Euro-Paket geschnürt / Historienfestverein präsentiert die Neuerungen beim „Frühlingsfest“ / „Kassierer“ gesucht

Von Gerd Jung, Seesen

Zugegeben: Bis zum Sehusafest 2012 gehen noch gut viereinhalb Monate ins Land. Das ist für den Historienfestverein Seesen e. V. allerdings kein Grund, Däumchen zu drehen. Im Gegenteil. Nachdem der Nachtwächter im vergangenen Jahr das 37. historische Spektakel beendet hatte, starteten die „Mutter“ des Streifzuges durch die Vorharzstädter Geschichte, Elisabeth Paetz-Kalich, Cheforganisator Peter Schuster & Mitstreiter mit Blick auf die „Nr. 38“, die am 1. und 2. September 2012 über die Bühne gehen wird, voll durch und stellten die Weichen für zahlreiche Neuerungen. Die erste frohe Botschaft, die Schuster in einem Gespräch mit dem „Beobachter“ verkündete: Das in die Jahre gekommene Stadttor soll durch einen 26 Meter breiten und bis zu 4,50 Meter hohen Neubau ersetzt werden. Der „Rohbau“ sei bereits fertiggestellt worden und werde in den nächsten Monaten von Elisabeth Paetz-Kalich einen adäquaten „Anstrich“ erhalten; die Farben wurden übrigens von einem Seesener Unternehmen gesponsert. Im Stadttor werden nach Angaben Schusters zwei „Kassenhäuschen“ integriert und überdies weitere neue „Zoll-Häuschen“ an anderer Stelle platziert – Schuster: Unsere Kassierer stehen dann, wenn’s regnen sollte, im Trockenen. A propos Kassierer: Der Historienfestverein sucht interessierte Bürgerinnen und Bürger – sie sollten älter als 20 Jahre sein – , die im historischen Gewand (wird gestellt) Eintrittsbändchen verkaufen möchten. Wer die Kasse für seinen Verein oder Verband beziehungsweise sein eigenes Konto aufbessern möchte, kann sich mit Peter Schuster, per Telefon (05381) 93520, Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr oder per E-Mail ­(Schuster@stb-sr.de) in Verbindung setzen.
Schuster hatte noch eine zweite frohe Botschaft parat: Die 2011 eingeweihte neue Bühne wird um 50 Prozent erweitert. So stehen den beiden Bands „Cultus Ferox“ und „Pestilenzia“, die auch in diesem Jahr nach dem Silberhohlspiel ab 22 Uhr das große Mittelalterkonzert bestreiten werden, zwölf mal vier Meter Auftrittsfläche zur Verfügung. Für die erforderlichen Erdarbeiten habe der Grundstückseigner – das Amtsgericht – bereits „grünes Licht“ gegeben.
Der Neubau des Stadttores der „Zollhäus­chen“ und die Vergrößerung der Bühne an der Burg Sehusa schlagen mit rund 32000 Euro zu Buche. An der Finanzierung sind vornehmlich drei Großsponsoren beteiligt: Coca Cola, die Krombacher-Brauerei sowie die Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken und die Volksbank Seesen. Wie Schuster in diesem Zusammenhang anmerkte, werde der Historienfestverein etwa zehn Prozent der Gesamtkosten beisteuern. Im Bezug auf die Sponsoren rückte Schuster nicht zuletzt die Spedition Bornemann, die die Absperrmaterialien aus Einbeck anliefert, ins rechte Licht – freute sich Schuster: „Das Unternehmen hat uns auch für die nächsten Jahre seine Unterstützung zugesagt!“
Aller guten Dinge sind drei, und so verriet Peter Schuster, dass im Vorfeld des Historienfestes erstmals Zwei-Tage-Tickets angeboten werden. Erwachsene zahlen dafür acht, Jugendliche fünf Euro; Kinder unter Schwertmaß dürfen das „Zollhaus“ nach wie vor kostenlos passieren. Diese Eintrittsbändchen gibt’s nur im Vorverkauf, der zwei Wochen vor dem Sehusafest beginnt.
Über die geplanten Neuerungen beim Sehusafest 2012 wird der Historienfestverein beim „Frühlingsfest“ am kommenden Sonntag, 22. April, in der Zeit von 13 bis 18 Uhr auf dem Jacobsonplatz ausführlich informieren. Am „Mini-Sehusafest“ sind die Ackerbürger und die Band „Pestilenzia“ – der Auftritt ist für 16 Uhr geplant – beteiligt.
Einen Wermutstropfen ließ Peter Schuster allerdings nicht unerwähnt: Erstmals findet das Sehusafest zeitgleich mit dem Goslarer Altstadtfest statt. Die GOSLAR marketing gmbh habe mitgeteilt, dass die Terminänderung „mit Rücksicht auf langjährige und starke Partner“ erfolgt sei. Trostpflaster: Die Kaiserstädter Veranstalter wollen zur „Schadensbegrenzung“ bei der überregionalen Werbung auch auf das Sehusafest aufmerksam machen.