Seit zehn Jahren Positiv-Entwicklung

Propst Thomas Gleicher begrüßte die Gäste im Martin-Luther-Haus.

„Kirche in unserer Zeit“ zieht Bilanz / Stifterfest mit Prof. Friedrich Weber am 23. Mai

Am vergangenen Dienstag fand im Rhüdener Martin-Luther-Haus der Stiftertag der Stiftung „Kirche in unserer Zeit“ statt. Dabei legte das Kuratorium Rechenschaft über die laufende Entwicklung ab und stellte das aktuelle Zahlenwerk vor.

Es gehört zu den satzungsgemäßen Aufgaben der Stiftung, dass das Kuratorium alle zwei Jahre einen solchen Stiftertag abhält. Eingeladen werden dazu alle, die zur Stiftergemeinschaft gehören. Propst Thomas Gleicher begrüßte die rund 25 erschienenen Gäste aus der gesamten Propstei und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Stiftung in diesem Jahr auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken kann. Der Propst wies anschließend noch einmal nachdrücklich auf die Überlegungen hin, die seinerzeit zur Gründung der Stiftung geführt hatten: An oberster Stelle, so Gleicher, habe ein Gedanke gestanden, der mittlerweile deutlich an Brisanz zugelegt habe: Eine erfolgreiche kirchliche Arbeit auf dem Lande könne ohne zusätzliche finanzielle Mittel nicht nachhaltig gesichert werden.
Da die Stiftung innerhalb der zurückliegenden Jahre ihr Kapital recht ansehnlich steigern konnte, rückt der Zeitpunkt, an dem aus den Erträgen der Stiftung Personalkosten anteilig gesichert werden können, nicht mehr in unerreichbare Ferne. Indes bestehe derzeit noch kein Anlass zu übermäßiger Euphorie. Denn die Einnahmequellen sind im ländlichen Raum erfahrungsgemäß nicht so breit aufgestellt wie die angestrebten Ziele es wünschen lassen.
Helmut Schwabe, Mitglied des Kuratoriums, übernahm dann die Regie für den Rückblick auf die zehnjährige Geschichte der Stiftung und über den Bericht über das aktuelle Zahlenwerk. Dabei half ihm eine vorbereitete Präsentation, die mittels Beamer an die Großleinwand projiziert wurde. Der Bogen reichte dabei von der Gründung im November 2004 über die Stifterfeste, bei denen namhafte Redner/-innen wichtige Impulse geben konnten, bis hin zu zahlreichen Einzelveranstaltungen wie Krippenausstellungen, Suppen-Küchen und zuletzt das sehr erfolgreiche Konzert mit Quasimodo-Knöterich im vergangenen Jahr. Als herausragendes Beispiel der insgesamt erfolgreichen Arbeit der Stiftung nannte Schwabe schließlich den „Seesener Adventskalender“. Mittlerweile habe er sich unverzichtbar in der Seesener Kulturlandschaft etabliert.
Freuen dürfen sich die Stiftergemeinschaft und die interessierte Öffentlichkeit auf das kommende Stifterfest. Es findet statt am Freitag, 23. Mai. Dann wird Altbischof Horst Hirschler als hervorragender Kenner des Wirkens von Martin Luther über die Frage referieren, ob und wie sich ein Christ politisch betätigen und engagieren darf. Bei der Andacht zum Auftakt des Festes wird der noch amtierende Landesbischof und Schirmherr der Stiftung, Priof. Dr. Friedrich Weber, die Predigt halten.