Selam braucht dringend Hilfe

Noch rund 60.000 Euro werden für die Behandlung der an Leukämie erkrankten Selam Tesfay benötigt.

Junge Frau aus Eritrea ist an Leukämie erkrankt / Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen bittet um Spenden

Selam Tesfay, eine junge Frau aus Eritrea, ist an Leukämie erkrankt. Sie wird sterben, wenn sie nicht in allernächster Zeit die nötige medizinische Hilfe erhält. Die 19-jährige Selam hatte gerade ein Wirtschaftsstudium in Asmara, der Hauptstadt ihres afrikanischen Heimatlandes Eritrea, begonnen, als sie vor einem halben Jahr an Leukämie erkrankte – für einen Menschen in einem der ärmsten Länder Afrikas eigentlich ein Todesurteil. Nachdem Selam wochenlang an Übelkeit litt und zunehmend schwächer wurde, ohne dass der Grund dafür gefunden wurde, fuhr Selam nach Khartum in den benachbarten Sudan.
Dort wurde in einer Klinik schließlich der Grund für ihre Erkrankung gefunden: Leu­-kämie. Anfangs wurde sie gegen die Leukämie behandelt, aber inzwischen wurde die Behandlung eingestellt, weil die Familie die teuren Medikamente nicht mehr zahlen konnte. Ohne Chemotherapie schreitet die Leukämie voran.
Selams ältere Schwester war als Jugendliche nach Deutschland gekommen, nachdem ihre Eltern im Bürgerkrieg umgekommen waren. Sie steht in engem Kontakt mit ihrer Schwester und weiß, wie es um sie steht: „Sie ist sehr schwach und kann nur noch selten aufstehen und hat stark abgenommen. An manchen Tagen geht es ihr so schlecht, dass sie nicht einmal mit mir telefonieren kann.“
Nun hat Selams Schwester über private Kanäle Kontakt zur Göttinger „Elternhilfe für das krebskranke Kind e.V.“ und die Göttinger Universitätskinderklinik aufgenommen. Prof. Dr. Christof Kramm, Leiter der Göttinger Kinderonkologie, hat die medizinischen Unterlagen aus dem sudanesischen Krankenhaus geprüft und sieht gute Chancen, dass Selam geheilt werden kann, wenn sie so bald wie möglich zur Behandlung nach Göttingen kommt.
Die Schwester ist bereit, die Kosten für den Flug zu übernehmen. Aber zunächst müssen die Behandlungskosten in Höhe von rund 78.000 Euro gesichert sein. Die „Elternhilfe“ hat ein Sonderkonto für Spenden eingerichtet und einen Spendenaufruf veröffentlicht, erste Spendenzusagen liegen bereits vor. Aber noch fehlen etwa 60.000 Euro. Die Zeit drängt. Wenn das Geld in der nächsten Zeit nicht zusammenkommt, wird Selam sterben.
Spenden werden erbeten auf das Konto der „Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen“ Volksbank Göttingen (BLZ 260 900 50), Konto-Nummer: 169 770 603, Stichwort: „Selam“. Kontakt zum Verein: gibt es per Telefon unter (0551) 74494 oder E-Mail: info@elternhaus-goettingen.de.