Sieben Verletzte nach Unfall auf der A7

Das Wohnmobil wurde durch den Aufprall stark beschädigt. Fotos: Mateo

Mit Pkw beladener „Brummi“ fährt auf Wohnmobil auf und löst Kettenreaktion aus

Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 7 zwischen Rhüden und Seesen auf Höhe der T&R-Anlage Harz West sind am Montag gegen 14 Uhr sieben Menschen zum Teil schwer verletzt worden.

Aus bislang ungeklärter Ursache fuhr ein Autotransporter aus dem Landkreis Emsland auf ein mit zwei Erwachsenen und einem Kind besetztes Wohnmobil auf, welches wiederum auf den vor ihm fahrenden Volvo Kombi geschoben wurde. Neben dem Lkw waren vier weitere Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt. Insgesamt sieben Personen wurden verletzt, zwei davon schwer. „Ich habe im Rückspiegel nur gesehen, wie sich von hinten etwas Helles schnell näherte, da krachte es schon,“ berichtet der 19-jährige Fahrer des Volvo Kombis gegenüber dem „Beobachter“. Er war mit seinem Vater in Richtung Göttingen unterwegs, als der Autotransporter das Wohnmobil auf seinen Wagen schob. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Wohnmobil gut 50 Meter weit in den vorausfahrenden Verkehr katapultiert. Was dann folgte, war eine Kettenreaktion.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte glich die Autobahn einem Trümmerfeld. Fahrzeugteile und Glassplitter waren auf der Fahrbahn verstreut. Das Wohnmobil, in dem sich eine dreiköpfige Familie befand, wurde stark beschädigt. Eine Frau musste schwer verletzt durch die Einsatzkräfte aus dem hinteren Teil des Wohnmobils durch ein Seitenfester gerettet werden. Welches Fahrzeug genau welchen anderen Verkehrsteilnehmer wann traf, wird sicher noch die Polizei, Versicherungen und Gutachter eine Weile beschäftigen. Ein Polizeihubschrauber fertigte Luftbilder von der Unfallstelle, um die Gesamtsituation zu erfassen.
Die Autobahn musste aufgrund der aufwändigen Bergungs-, Rettungs- und Aufräumarbeiten in Richtung Kassel zeitweise voll gesperrt werden. Auch in der Gegenrichtung konnte der Verkehr über längere Zeit nur einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Es kam zu Staus und Behinderungen, auch auf den Ausweichstrecken. Mehr als 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Seesen und Rhüden sowie vom Rettungsdienst und der Hildesheimer Autobahnpolizei waren im Einsatz.