So ein Durcheinander

„junge bühne seesen“ sorgt mit dem Schauspiel „Eine Braut zuviel“ für tolles Theater-Vergnügen

Nicht nur viele Verwechslungen und Missverständnisse, sondern auch „Eine Braut zuviel“ sorgten bei der „jungen bühne“ am vergangenen Wochenende für sehr viel Aufregung und beim Publikum für mindestens ebenso viel Gelächter und Heiterkeit.
Zweimal standen die Laiendarsteller der jbs am Sonnabend und Sonntag auf der Bühne der Aula im Schulzentrum. Doch was heißt hier eigentlich Laien? Es war eine absolut professionelle Darbietung, die die insgesamt neun Akteure diesmal auf die Bühne brachten.
Erst vor sechs Wochen haben sich Lena Lipschütz (Nele Töpperwien) und Sascha Börnsen (Thore Reincke) bei einem Medizin-Seminar kennengelernt, Hals über Kopf verliebt und spontan beschlossen zu heiraten. Nun ist der Tag der Hochzeit da.
Doch ausgerechnet jetzt tauchen die fesche Elena Krimskowja (Petra Gründler) und ihre resolute Mutter Olga (Tania Husar) auf. Die junge Ukrainerin kann zu allem Überfluss ein schriftliches Heiratsversprechen von Sascha vorweisen! Was nun?
Die verzwickte Lage wird durch den Plan nicht einfacher, den Lena und Sascha ausgeheckt haben. Die beiden wollen es für ihre Familien spannend machen. Die Schwiegereltern Gregor Börnsen (David Koseck) und Christa Lipschütz (Tanja Bertram) sollen sich erst bei der Hochzeit begegnen und den jeweils neuen Partner kennenlernen. Und als wenn das für chaotische Verhältnisse nicht schon reichen würde, zieht Saschas Patenonkel Robert Gestner (Roman Lamprecht) – von Beruf Kriminalpolizist – auch noch die völlig falschen Schlüsse und so landet auf einmal Christa Lipschütz mit Handschellen gefesselt an der Gardinenstange... Damit ist das Chaos perfekt.
Das Stück hat alles, was eine klassische Verwechslungskomödie benötigt. Am Ende wird der vorliegende Betrugsversuch von Elena und Olga Krimskowja durch Frau Kieckbusch (Ursula Antl), Haushälterin bei Familie Börnsen, und der aufgeweckten Jung-Reporterin Annika Versenmann (Manuela Löffler) aufgelöst...
Der Applaus war nach rund zwei Stunden Theatervergnügens grenzenlos. Angefangen vom Bühnenbild über die Requisite bis hin zu den tollen Schauspielern war es eine perfekte Inszenierung des Theaterstückes aus der Feder von Wolfgang Binder.