Sommer am Neckelnberg mit den „Knöterichen”

Das Publikum klatschte fleißig zu den Liedern der „Knöteriche” mit.

Harzklub Zweigverein Seesen hatte zum letzten Hüttenabend der Saison eingeladen / Gute Stimmung bei bestem Wetter

Pünkltich um 18 Uhr zeigte sich das Wetter am vergangenen Sonnabend nach einem bewölkten Tag von seiner besten Seite – und das zur Freude von Horst Schiller, dem ersten Vorsitzenden des Harzklub Zweigverein Seesen.

Dieser hatte nämlich an diesem Tag zum letzten Hüttenabend der Saison an die Neckelnberghütte eingeladen. Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Seesener Skiffle-Band Quasimodo Knöterich. „Ich bin wirklich stolz, dass wir für diesen Abend erneut die Knöteriche gewinnen konnten”, so Zweigvereinschef Horst Schiller. Die Musiker um ihren Frontmann Gerd Jung hatten das Publikum schon vom ersten Lied an auf ihrer Seite und so wurde fleißig mitgesungen, -geklatscht und -geschunkelt.
„Ich fahr mit der Lambretta raus zu meinem Vetter, wo die blauen Kornblumen blüh’n. Ich leg mich in die Sonne und strecke mich vor Wonne und lass den Tag an mir vorüberzieh’n.” Mit ihrem Klassiker „Ich fahr mit der Lambretta” besangen die „Knöteriche” das schöne Leben jenseits der Arbeitswelt und trafen genau den Geschmack des Publikums. Da schmunzelte der ein oder andere doch des öfteren. Neben solchen Quasimodo-Klassikern hatte die Band jedoch auch das brandneue Lied „Goodbye to the sea” mit im Gepäck. Es wurde sogar etwas politisch. Passend zu der Schuldenkrise in Griechenland sang die Band auf gewohnt humorvolle Art „Pay me my Drachmen down”. Insgesamt zwei Stunden, die von kleinen Pausen unterbrochen wurden, unterhielten die Knöteriche ihre Gäste an der Neckelnberghütte.
Seit 1974 zieht die Band Quasimodo Knöterich bereits mit Banjo, Kazoo, Gitarren und weiteren Instrumenten durch die Lande und hatte unter anderem schon Auftritte in England und Polen. Mit dabei haben sie immer Songs aus Irland, Schottland, den Staaten und natürlich Deutschland.
Dafür, dass niemand auf dem trockenen saß und nicht mit leerem Magen nach Hause gehen musste, hatte das Hüttenteam gesorgt. Bei den Getränken hatten die Besucher die Wahl zwischen Rot- oder Weißwein, Spirituosen, Bier und Antialkoholischem. Auf der Speisekarte standen Steak und Bratwürste vom Grill sowie als Beilagen Bratkartoffeln, Krautsalat oder masurischer Kartoffelsalat. Neu im Angebot waren Krakauer und Putensteaks. Obwohl fast alle Bänke an der Neckelnberghütte besetzt waren und Spitzenstimmung herrschte, hatten Horst Schiller und sein Team auf weitaus mehr Gäste gehofft. „Bei so gutem Wetter und einer so guten Band ist es schon etwas schade, dass nicht noch mehr Seesener und Gäste den Weg zu uns gefunden haben.
Vielleicht lag es daran, dass das Wetter tagsüber nicht so gut war und sich deshalb einige Leute etwas anderes vorgenommen haben”, sagte Schiller. Gegen 20 Uhr klang der gemütliche und letzte Hüttenabend dieses Jahres bei Sonnenschein aus.