Sondermünzen gefragt

Horst Schiller zieht Jahresbilanz

Einen informativen Bericht über das Sammlerjahr 2016 wusste der Vorsitzende des Seesener Münzenvereins anlässlich der Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Alter Fritz“ vorzulegen.

Die regelmäßigen monatlichen Treffen wurden von durchschnittlich zwölf bis 14 Teilnehmern recht ordentlich besucht und es konnten dabei fast immer heimische Münzeninteressierte aufgeklärt und beraten sowie bei Preisfindungen unterstützt werden. Über den „Beobachter“ wurde zudem die Öffentlichkeit über Neuheiten informiert und Warnungen vor unseriösen Offerten sowie betrügerische Aufkäufern vorgenommen werden. Ab sofort werden Kurzvorträge bei Vereinen und Verbänden angeboten, um deren Mitgliedern aufzuklären.
Nach der Begrüßung gab Horst Schiller seinen Bericht über das verflossene Jahr ab. Bei den monatlichen Tauschtagen konnten die Besucher ihre Münzen fachmännisch bewerten lassen und bei Bedarf auch veräußern. Auch die durch den Euro ersetzten DM-Noten und Münzen werden noch beim Münzenverein eingetauscht und anschließend der LZB Göttingen übergeben.
Das Interesse vieler Seesener Sammler bezieht sich nach wie vor auf die Euromünzen; dieses attraktive Sammlergebiet hat für viele besonderen Reiz. Zahlen doch inzwischen rund 340 Millionen Europäer täglich mit diesen Zahlungsmitteln in derzeit 19 Staaten. Durch diese Steigerung reduzieren allerdings bereits einige Sammler ihre Gebiete. Und anstelle der zwei Euro-Sondermünzen finden die neu ausgegebenen fünf Euro-Sondermünzen nun eine rege Nachfrage. Und neben Goldmünzen verschiedener Länder sind für manche auch die mannigfaltigen Nachprägungen niedersächsischer Städte- und Bergbautaler der NordLB wieder interessant. Genau wie die Medaillen der Volksbank wie beispielsweise mit der Burg Sehusa, Stadtgründung und Verleihung der Stadtrechte und zu weiteren besonderen Anlässen; hier ist der Münzenverein zur Zeit dabei, eine lückenlose Dokumentation dieser Stücke in Katalogform zu erstellen.
Schiller streifte die Tagesfahrt nach Hamburg und erwähnte den gemeinsamen Trip ins Braunschweiger Altstadtrathaus zum interessanten Vortrag über die Braunschweiger städtische Münze im Mittelalter. Und der Besuch der Ausstellung über den „Gittelder Pfennig“ beim Heimat- und Geschichtsverein mit den historischen Ausführungen von Uwe Kipp über die Prägegeschichte Gitteldes und der Stellung als Finanz- und Handelsplatz ist allen Interessierten noch in guter Erinnerung.
Nach dem Kassenbericht wurden formell Sigrid Lüders als Schatzmeisterin sowie Rolf Lüders nun als stellvertretender Vorsitzender bestätigt; Horst Schiller als Chef sowie Christoph Spalteholz als Neuheiten-Wart sind beide ohnehin noch für ein Jahr im Amt.