Sorge um die Zukunft der Jugendarbeit

Die Delegierten der einzelnen Propsteien der evangelischen Landeskirche in Braunschweig befassten sich während der Jugendkammersitzung im Seesener Kirchenzentrum mit den zukünftigen Herausforderungen in der Kinder- und Jugendarbeit.

Delegierte der evangelischen Landeskirche kamen zur Jugendkammersitzung im Seesener Kirchenzentrum zusammen

Im Rahmen der Jugendkammersitzung beschäftigten sich die Delegierten und Gäste aus den einzelnen Propsteien der evangelischen Landeskirche in Braunschweig am vergangenen Sonnabend im Seesener Kirchenzentrum mit den zukünftigen personellen Veränderungen und Herausforderungen in der Kinder- und Jugendarbeit. Auf der Sitzung wurde deutlich, dass sich die Jugendkammerdelegierten aufgrund der Synoden-Entscheidung aus dem Jahr 2010, bezüglich der Stellenreduzierung bei Diakonen, um die Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit sorgen.

„Den Delegierten ist bewusst, dass es in der Landeskirche nicht nur Kinder- und Jugendarbeit gibt und sich das Angebot vielschichtig und ineinander übergreifend darstellt. Doch der Beschluss der Synode aus dem Jahr 2010 sieht bis zum Jahr 2020 einen Diakonen-Stellenabbau von mehr als 40 Prozent vor“, so Sabine Richter, Geschäftsführerin der Evangelischen Jugend in der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig. „Unter diesen Bedingungen ist bei der im Mai stattfindenden Debatte in der Landessynode eine Entscheidung für eine erhöhte Priorität in Richtung kinder- und jugendfreundlichere Kirche notwendig.“
Der Vorsitzende des Bildungs- und Jugendausschusses der Landessynode hatte darum gebeten, dass sich der Jugendkammervorstand zur Struktur- und Stellenplanung, beziehungsweise zu den Kürzungsbeschlüssen äußert.
Der Jugendkammervorstand wird die konstruktiven Anregungen, Korrekturwünsche und Rückmeldungen zur Jugendarbeit bis Mitte April an den Bildungs- und Jugendausschuss weiterleiten.
„Wir haben es bei den Verantwortungsträgern erfreulicherweise in der Vergangenheit so erlebt, dass die Kinder- und Jugendarbeit und somit auch die Nachwuchsbildung und Mitgliedergewinnung in unserer Landeskirche eine hohe Priorität haben“, sagte Sabine Richter. Den Mitarbeitenden in der Evangelischen Jugend liegt es sehr am Herzen aktiv am anstehenden Entscheidungsprozess über die Kinder- und Jugendarbeit unserer Landeskirche beteiligt zu werden.“
Die Evangelische Jugend ist der Auffassung, dass sich vor allem die kleiner werdenden Landeskirchen dringend als kinder- und jugendfreundliche Kirche profilieren sollten. „Wir werden die Synodalen bitten, den Beschluss über die überproportionale Reduzierung von Diakonstellen noch einmal zu überdenken, damit der Kinder- und Jugendarbeit in unserer Kirche eine entsprechend hohe Priorität ermöglicht wird“, sagte die Geschäftsführerin abschließend.