Spätaussiedler haben wichtige Hürde gemeistert

Der Kurs Integration PLUS hat seine Intention nicht verfehlt. Zwischen Übungen zur Aussprache und Grammatik wurden Freundschaften geknüpft.

14 Teilnehmer schließen die Maßnahme Integration PLUS mit Erfolg ab

Viel Arbeit liegt hinter den Teilnehmern des Kurses Integration PLUS. 200 Stunden haben die Spätaussiedlerinnen in den Räumen des Seesener Integrationstreffs gebüffelt. Jetzt haben sie den Kurs erfolgreich abgeschlossen. Erik Homann, Erster Stadtrat, überreichte die Zertifikate.

Von Maximilian Strache

Seesen. Dabei handelt es sich bei Integration PLUS, eine Maßnahme des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, nicht um einen reinen Sprachkurs. Der Kurs dient neben der Verbesserung der Sprachfähigkeiten dem Kennenlernen der deutschen Kultur, Geschichte und Religion. Zudem werden die Teilnehmer über regionale Beratungsangebote informiert. Grundsätzliches Ziel der Maßnahme ist es, die beruflichen Qualifikationen zu verbessern.
Insgesamt teilt sich der Kurs in zehn Module auf. Im Bereich „Arbeitswelt“ befassen sich die Kursteilnehmer mit theoretischen Grundlagen, dem Verfassen von Bewerbungen und dem Führen von Bewerbungsgesprächen. Überdies werden den Spätaussiedlern wichtige Tipps für eine gezielte Stellensuche gegeben.
Im Bereich der Wahlmodule wurden Themen wie „Deutschlandbilder und Akzeptanzprobleme“, „Identitätsbildung durch Sprache, Geschichte und Glauben“ sowie „Existenzgründung als Chance“ diskutiert. Weitere Schwerpunkte lagen auf den Bereichen „Familie und Erziehung in Deutschland“ und „Interkulturalität und Toleranz“.
Erik Homann betonte bei der Überreichung der Zertifikate, dass alle Teilnehmer sehr stolz auf das Geleistete sein können. „Integration kostet Überwindung. Doch Sie haben mit Ihrer erfolgreichen Teilnahme an dieser Maßnahme gezeigt, dass Sie bereit sind, sich für eine bessere Eingliederung stark zu machen. Das verdient großen Respekt“, so Homann.
Besonders deutlich wurde die Begeisterung der Kursteilnehmer von der Maßnahme Integration PLUS, als eine Kursteilnehmer bei der Entgegennahme ihres Zertifikats Homann fragte, ob eventuell die Möglichkeit bestehe, in der gegenwärtigen Konstellation der Gruppe die Kurse fortzusetzen. Erik Homann begrüßte diese Idee und versprach, sich für eine etwaige Verlängerung stark zu machen. „Ich kann Ihnen jedoch leider kein Versprechen geben, dass es klappt“, sagte Homann.
Ludmila Heilmann von der Stadt Seesen und Gelina Gerhart, zuständig für Migrationsprojekte beim Caritasverband Goslar, teilten mit, dass auch Gespräche auf Kreisebene geführt werden sollen, um dem Wunsch der Kursteilnehmer nachkommen zu können.