Spargel bleibt in Niedersachsen die Nummer 1

Porree, Pastinaken, Rosenkohl, Spinat und Topinambur – im März haben nur wenige Gemüsesorten Saison. Im April steht der Spargel fast alleine im Rampenlicht der regionalen Gemüseernte, bevor im Mai Frühlingsgemüse wie Mangold, Kohlrabi und verschiedene Kohlarten reifen.

Wie der Landvolk-Pressedienst berichtet, bauten im vergangenen Jahr 6.600 Betriebe deutschlandweit Gemüse im Freiland an. Mit 112.229 Hektar fiel die Fläche um zwei Prozent kleiner aus als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag Niedersachsens Gemüseanbaufläche mit 17.510 Hektar im bundesweiten Ranking auf dem dritten Platz hinter Nordrhein-Westfalen mit 21.408 Hektar und Rheinland-Pfalz mit 19.800 Hektar. Allerdings gab es in Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahr Einschränkungen von fast sieben Prozent. Es wurde weniger Eissalat angebaut, aber auch bei Möhren und Blumenkohl gingen die Flächen zurück.

Die im Freiland geerntete Gemüsemenge lag in Deutschland 2013 insgesamt bei 3,21 Millionen Tonnen. Das waren fast zwölf Prozent weniger als im Jahr davor, und auch das Mittel der vergangenen fünf Jahre wurde um fast fünf Prozent verfehlt. Bei zwei der drei mengenmäßig bedeutendsten Gemüsearten in Deutschland gab es sogar recht deutliche Einschnitte. So fiel die Weißkohlernte trotz später Zuwächse im Herbst fast zehn Prozent kleiner aus als 2012 und erreichte 427.159 Tonnen. Noch stärker waren die witterungsbedingten Einschnitte bei Zwiebeln. Hier blieb die Erntemenge mit 405.656 Tonnen um 16 Prozent hinter der des Vorjahres zurück. Die kleinere Zwiebelernte spiegelte sich auch in den Lagerbestandserhebungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) wider und führte zu einem stabilen Preisverlauf in der gesamten bisherigen Saison. Möhren hingegen als mengenstärkste Kultur im deutschen Freilandanbau erreichten eine Ernte von 583.587 Tonnen und haben das Vorjahresergebnis nur knapp verfehlt. Als Ursachen für den Rückgang der Erntemengen bei vielen Gemüsearten nennt Michael Koch, Marktexperte der AMI, die ungünstigen Witterungsbedingungen im Saisonverlauf, bei einigen Gemüsearten aber auch Flächeneinschränkungen.

Flächenstärkste Kultur im niedersächsischen Freilandanbau bleibt der Spargel mit 4.300 Hektar, danach folgen Zwiebeln, Möhren und Eissalat. Spargelfans freuen sich jetzt auf den frühen Ernteauftakt, der ebenfalls witterungsbedingt ist. Für den Anbau von Gemüse unter Glas wird in der Erhebung 2013 eine Fläche von 1.291 Hektar ausgewiesen. Das entspricht einem Rückgang von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Erntemenge im Unterglasgemüsebau legte um sieben Prozent auf 142.359 Tonnen zu. Dies ist insbesondere die Folge höherer Erträge bei Kopfsalat, Paprika und Tomaten.