SPD für Fortsetzung der Ferienbetreuung

Seesen (bo). In den Jahren 2009 und 2010 konnten jeweils zweiwöchige Sommerferienbetreuungen für Kinder von sechs bis elf Jahren durchgeführt werden. Da aus Landesmitteln Zuwendungen erfolgten und von den Eltern Eigenbeiträge erhoben wurden, fiel der Kostenanteil für die Stadt gering aus. Leider wird das Land Niedersachsen nach derzeitiger Aussage in 2011 keine Fördermittel aus dem Programm „Familien mit Zukunft – Kinder bilden und betreuen“ bereitstellen. Die SPD-Ratsfraktion möchte allerdings die Sommerferienbetreuung als familienfreundliche Maßnahme erhalten wissen. Sie fordert die Verwaltung auf, frühzeitig ein schlüssiges Konzept für die Sommerferien 2011 vorzulegen, damit die Familien Planungssicherheit bekommen. Gleichzeitig sollen die erforderlichen Finanzmittel im städtischen Haushalt für 2011 beantragt werden.
Bereits im Jahr 2008 befasste sich das Lokale Bündnis für Familie in Seesen mit der Frage, wie auch in Seesen ein Angebot zur Betreuung von jüngeren Schulkindern in der Ferienzeit möglich werden könne. Die SPD-Ratsfrau Renate Krause, die das Familienbündnis in Seesen initiierte und koordiniert, erinnerte daran, dass bereits damals eine Antragstellung für Fördermittel aus dem Landesprogramm möglich gewesen wäre. Die Arbeitsgruppe „Arbeitswelt, Beruf und Familie“ im Familienbündnis habe diese Überlegungen bekanntermaßen öffentlich vorgestellt, ein erstes Konzept für die Umsetzung erarbeitet und mit der Stadtverwaltung über die Umsetzungsmöglichkeiten gesprochen.
Nachdem 2009 zunächst in der ersten Woche elf und in der zweiten Woche sieben Kinder angemeldet worden waren, stieg die Teilnehmerzahl in diesem Jahr bereits auf 19 Kinder in der ersten und 16 Kinder in der zweiten Woche. Zu bedenken sei, dass im ersten Durchführungsjahr Anmeldungen erst sehr spät ermöglicht wurden, was für die Planungen vieler Familien ungünstig gewesen sei. Die Steigerung der Anmeldezahlen für die zweite Maßnahme zeige, dass der Bedarf für die Betreuung von jüngeren Schulkindern in den Ferien besteht. Gerade berufstätige Eltern hätten oft Schwierigkeiten, die Betreuung ihrer Kinder in den Ferienzeiten sicherzustellen. Das Angebot der Ferienbetreuung sei deshalb ein wichtiger Schritt in einer Stadt, die mehr für Familienfreundlichkeit erreichen wolle.
Leider wolle sich das Land Niedersachsen aus diesem Programm zurückziehen, so dass für 2011 eine Bezuschussung entfallen soll. Die SPD-Fraktion bedauere dies sehr. Trotzdem solle das Angebot für Familien mit jüngeren Schulkindern aufrechterhalten werden. Die SPD-Fraktion werde deshalb die Einstellung städtischer Mittel für die Ferienbetreuung in den Haushalt 2011 beantragen. Gleichzeitig werde die Verwaltung gebeten werden, frühzeitig ein Umsetzungskonzept für die Sommerferien 2011 zu erarbeiten, damit die Familien planen können.